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Tamiya Lamborghini Cheetah 58754 Testbericht: Der RC-Klassiker von 1978 kehrt nach 48 Jahren zurück

Forty-eight years after the original Tamiya Lamborghini Cheetah appeared, one of the strangest machines from the earliest days of Tamiya R/C is back. The 2026 Tamiya Lamborghini Cheetah, Item 58754, is not a modern buggy wearing an old body. Tamiya has deliberately preserved the basic mechanical character that made the 1978 model so unusual: a duralumin U-shaped chassis, a longitudinal center battery, a rear-mounted motor, rear-wheel drive, double-wishbone suspension, torsion-bar springs and a hard styrene body packed with scale detail.

48 Jahre nach dem Erscheinen des originalen Tamiya Lamborghini Cheetah kehrt eine der ungewöhnlichsten Maschinen aus den Anfangstagen von Tamiyas R/C-Geschichte zurück. Der Tamiya Lamborghini Cheetah von 2026 mit der Artikelnummer 58754 ist kein moderner Buggy mit einer alten Karosserie. Tamiya hat den grundlegenden mechanischen Charakter, der das Modell von 1978 so ungewöhnlich machte, bewusst bewahrt: ein U-förmiges Duraluminium-Chassis, einen längs angeordneten mittigen Akku, einen hinten montierten Motor, Hinterradantrieb, eine Doppelquerlenkeraufhängung, Torsionsstabfedern und eine harte Styrolkarosserie voller Details im Maßstab.

Diese Entscheidung macht die Neuauflage wirklich interessant. Fast jede wichtige R/C-Technologie hat sich seit 1978 dramatisch weiterentwickelt, doch Tamiya widerstand der naheliegenden Versuchung, die alte Architektur durch ein modernes Kunststoff-Wannenchassis, ölgefüllte Stoßdämpfer und eine zeitgemäße Rennbuggy-Geometrie zu ersetzen. Stattdessen verbesserte das Unternehmen gezielt einige Schwachstellen und bewahrte dabei ein Fahrerlebnis, das unverkennbar nach Cheetah klingt.

Um zu verstehen, warum das wichtig ist, müssen wir nicht nur zum ursprünglichen Tamiya 58007 zurückgehen, sondern auch in eine Zeit, in der Tamiya selbst noch herausfinden musste, wie ein elektrisches Offroad-R/C-Auto aussehen sollte.

Tamiya Lamborghini Cheetah 58754, 2026, 1/12-RC-Auto in Dreiviertel-Frontansicht

Tamiya Lamborghini Cheetah 58754 im Überblick Modell
Tamiya Lamborghini Cheetah (2026) 58754
Artikelnummer 1/12
Maßstab 400 × 174 × 140mm
Antriebsstrang Hinterradantrieb
Chassis U-förmiger Duraluminium-Kanalrahmen
Motorposition Hinten montiert
Motor Drehmomentoptimierter Bürstenmotor der Baugröße 540
Aufhängung Unabhängige Doppelquerlenkeraufhängung an allen 4 Rädern
Federsystem 4 verstellbare längs angeordnete Metall-Torsionsstabfedern
Karosserie Karosserie aus hartem, in Desert Yellow geformtem Styrol
Akku-Ausrichtung 7,2V–7,4V-System / Ausrichtung auf 2S-LiPo

Der originale 58007 entstand in den Anfängen von Tamiyas R/C-Geschichte

Der originale Tamiya Lamborghini Cheetah trug die Artikelnummer 58007 und erschien 1978. Die Nummer selbst erzählt bereits einen Teil der Geschichte: Dieses Produkt stammte aus den allerersten Tagen von Tamiyas elektrischer R/C-Ära, als sich die Identität des Unternehmens als R/C-Hersteller noch entwickelte.

Das war noch vor der späteren Generation von Tamiya-Offroad-Legenden, die die Marke für Millionen von Hobbyisten prägen sollten. Rough Rider, Sand Scorcher, Frog, Hotshot und Grasshopper gehörten der Zukunft an. Der Cheetah stammte aus einer früheren Zeit, in der Tamiya seine Modellbau-Tradition noch stark in die Konstruktion ferngesteuerter Autos einfließen ließ.

Das erklärt, warum sich der originale Cheetah so anders anfühlt als das, was wir heute unter einem Offroad-Buggy verstehen. Er war in erster Linie fast ein fahrendes Modell im Maßstab und erst an zweiter Stelle eine leistungsorientierte R/C-Maschine.

Originaler Tamiya Lamborghini Cheetah 58007 Vintage-RC-Bausatzkarton von 1978

Warum der originale Cheetah sich so stark von einem modernen RC-Buggy unterschied

Blickt man unter die Karosserie, wird der Unterschied offensichtlich. Statt eines geformten Verbundstoff-Wannenchassis verwendet der Cheetah eine starre Metallkanalstruktur. Statt ölgedämpfter Schraubfederbeine wird die Federungsbewegung durch längs angeordnete Torsionsstäbe kontrolliert. Statt den akku quer über das Chassis oder neben dem Antriebsstrang zu platzieren, sitzt der Pack längs in der Mitte.

Der Motor sitzt hinter dem akku nahe der Hinterachse, während das Fahrzeug die Kraft nur an die Hinterräder überträgt. Die Elektronik ist im hinteren Bereich verteilt, statt in einem modernen, geformten Elektronikfach konzentriert zu sein. Nach heutigen Maßstäben wirkt das Layout fast industriell, doch genau das verleiht dem Cheetah seinen mechanischen Charakter.

Aus heutiger Sicht bietet das Chassis einen faszinierenden Einblick darin, wie frühe R/C-Ingenieure Verpackungsprobleme lösten, bevor viele der Konventionen etabliert waren, die wir heute als selbstverständlich betrachten.

Tamiya Lamborghini Cheetah 58754 Chassis mit längs eingebautem akku, Heckmotor und 2WD-Anordnung

Die XR311-Verbindung erklärt vieles am Cheetah-Chassis

Einer der wichtigsten Aspekte der Tamiya-Cheetah-Geschichte ist seine Beziehung zum XR311. Tamiyas 58004 XR311 kam vor dem Cheetah auf den Markt und lieferte einen Großteil der mechanischen Grundlage für das spätere Lamborghini-Modell.

Der Cheetah erhielt nicht einfach nur eine andere Karosserie. Sein Radstand wurde um etwa 10 mm verkürzt, und das Modell erhielt Cheetah-spezifische Räder, Reifen, Karosserieteile und weitere Details. Auch der ursprüngliche Cheetah entwickelte die grundlegende Plattform weiter, anstatt lediglich als einfache Karosserieumrüstung zu dienen.

Diese gemeinsame mechanische Abstammung ist besonders interessant, weil die Beziehung zwischen dem echten XR311 und dem Lamborghini Cheetah auch Teil der umfassenderen Geschichte rund um die großen Fahrzeuge ist. In der Tamiya-Welt wurden diese beiden Namen erneut mechanisch miteinander verbunden.

Diagramm des Chassis-Layouts des klassischen Tamiya XR311 und des Lamborghini Cheetah

Der echte Lamborghini Cheetah war noch ungewöhnlicher als das RC-Auto

Das R/C-Modell ist ungewöhnlich, weil das Fahrzeug, das es inspirierte, ungewöhnlich war. Lamborghini präsentierte den vollwertigen Cheetah 1977 als militärischen Geländewagen-Prototypen, der in einer Zeit entwickelt wurde, in der das Unternehmen einen völlig anderen Fahrzeugtyp als seine berühmten flachen Sportwagen erforschte.

Seine Form war offen, kantig und funktional. Die Karosserie saß auf einer Rohrstruktur, und die Anordnung des Antriebsstrangs platzierte einen großen V8 im Heck. Diese Heckmotor-Konfiguration verlieh dem Projekt eines seiner markantesten technischen Merkmale, führte aber auch zu schwierigen Kompromissen bei der Gewichtsverteilung.

Der Cheetah wurde nie zu einem Serienfahrzeug, doch das Konzept verschwand nicht. Lamborghini erforschte weiterhin leistungsstarke Geländefahrzeuge anhand späterer Prototypen und gelangte schließlich zum LM002 mit Frontmotor, der in den 1980er-Jahren in Produktion ging.

Damit gehört der Cheetah zu den frühesten Ursprüngen von Lamborghinis Geländewagengeschichte - Jahrzehnte bevor die Idee eines Lamborghini-SUV kommerziell etabliert war.

Historischer Lamborghini-Cheetah-Prototyp, der das Fahrzeug in Originalgröße hinter dem Tamiya-RC-Modell zeigt

Echter Cheetah mit 4WD, Tamiya Cheetah mit hinterem 2WD

Zwischen dem echten Fahrzeug und Tamiyas Interpretation besteht ein wichtiger Unterschied. Der Lamborghini Cheetah in Originalgröße wurde als allradgetriebenes Geländefahrzeug konzipiert. Der Tamiya 58007 - und nun auch die Neuauflage 58754 - verfügt über Hinterradantrieb.

Heute mag das für ein maßstabsgetreues Modell wie ein überraschender Kompromiss klingen, doch im Kontext der R/C-Technik der späten 1970er-Jahre ergibt es deutlich mehr Sinn. Tamiya verwendete die vom XR311 abgeleitete Plattform als mechanische Basis. Ziel war nicht, jedes Element des echten Antriebsstrangs nachzubilden. Vielmehr sollte das Erscheinungsbild und der Charakter des Fahrzeugs eingefangen und gleichzeitig ein funktionsfähiges elektrisches R/C-Modell auf Grundlage des vorhandenen technischen Know-hows des Unternehmens geschaffen werden.

Dieser Unterschied verrät uns etwas Wichtiges über Tamiyas frühes R/C-Design: Optischer Maßstabsrealismus und mechanischer Maßstabsrealismus waren nicht immer dasselbe.

Ein fahrendes maßstabsgetreues Modell statt einer reinen Performance-Maschine

Die Karosserie ist wohl der deutlichste Ausdruck der Philosophie des Cheetah. Die meisten modernen R/C-Autos verwenden dünne, tiefgezogene Polycarbonatkarosserien, weil sie leicht, flexibel und stoßfest sind. Der Cheetah verfolgt einen völlig anderen Ansatz.

Seine Karosserie aus Hartstyrol weist umfangreiche dreidimensionale Details auf. Armaturenbrett, Sitze, Feuerlöscher, hinteres Gitter, Fahrerfigur und äußere Ausrüstung tragen zu einer deutlich modellhafteren Erscheinung bei. Selbst die vorderen und hinteren Karosseriebefestigungspunkte sind innen angeordnet, sodass herkömmliche außen sichtbare Karosseriepfosten die Silhouette nicht beeinträchtigen.

Das ist einer der Gründe, warum der Cheetah auch heute noch unverwechselbar aussieht. Tamiyas Hintergrund im Bau statischer maßstabsgetreuer Modelle ist im gesamten Fahrzeug erkennbar. Statt die Karosserie zu vereinfachen, damit sie den harten Einsatz im Gelände übersteht, legt das Design Wert auf Authentizität und eine starke optische Präsenz.

Heckdetails des Tamiya Lamborghini Cheetah im Maßstab mit Ausrüstungsständer, Rückleuchten und Karosserie aus Hartstyrol

Warum Tamiya den 58754 nicht in ein modernes RC-Auto verwandelt hat

Dies ist der wichtigste Punkt, um die Neuauflage von 2026 zu verstehen.

Tamiya hätte das Cheetah-Karosseriekonzept problemlos auf ein neueres Chassis setzen können. Das hätte ein schnelleres, leichter zu fahrendes und haltbareres Modell ergeben. Gleichzeitig wäre vieles von dem verschwunden, was das Original so bedeutend machte.

Stattdessen behält der 58754 das U-förmige Chassis aus Duraluminium, die längs angeordnete Akkuanordnung, den Heckmotor, das hintere 2WD-Getriebe, das abgedichtete Getriebe, die Doppelquerlenkeraufhängung und das Torsionsstabfedersystem bei. Selbst die semipneumatischen Reifen und die dreiteilige Radkonstruktion bewahren den visuellen und mechanischen Geist des Originals.

Deshalb sollte der Cheetah von 2026 nicht als Alternative zu einem modernen Rennbuggy beurteilt werden. Das Ziel ist ein völlig anderes. Er wurde entwickelt, um ein frühes Tamiya-R/C-Erlebnis nachzubilden und gleichzeitig ausgewählte Komponenten für heutige Hobbyisten praktischer zu machen.

Das wichtigste Upgrade von 2026: Metall-Torsionsstäbe

Die Aufhängung zeigt Tamiyas Ansatz besonders deutlich. Anstatt das ursprüngliche System durch vier herkömmliche Öldruckstoßdämpfer zu ersetzen, verwendet der 58754 weiterhin längs angeordnete Torsionsstäbe.

Die wichtige Änderung betrifft das Material: Das Fahrzeug von 2026 verwendet vier einstellbare Metall-Torsionsstabfedern. Frühere Versionen dieser Architektur waren für die Anfälligkeit ihrer Torsionsstabkomponenten bekannt, daher ist dies genau die Art von Verbesserung, die für eine originalgetreue Neuauflage sinnvoll ist.

Tamiya hat das Teil geändert, das am ehesten von höherer Haltbarkeit profitiert, ohne die grundlegende Funktionsweise der Aufhängung zu verändern. Optisch ist es eine kleine Änderung, konzeptionell jedoch möglicherweise eine der wichtigsten Aktualisierungen am gesamten Modell.

Tamiya Lamborghini Cheetah 58754: einstellbare Metall-Torsionsstabfederung unter dem Chassis

Heckmotor, abgedichtetes Getriebe und vintage Gewichtsverteilung

Am Heck des Chassis befinden sich der mitgelieferte Torque-Tuned-Bürstenmotor der Baugröße 540 und der hintere Antriebsstrang. Das abgedichtete Getriebe hält Schmutz und kleine Steine von den Zahnrädern fern, während die Position des Motors im Heck dem Fahrzeug eine völlig andere Gewichtsverteilung verleiht als einem modernen 2WD-Buggy mit mittig angeordnetem Motor.

Diese hecklastige Architektur arbeitet mit dem zentral montierten Akku und der seitlich montierten R/C-Ausrüstung zusammen. Die Anordnung gehört zum Charakter des Fahrzeugs und erklärt auch, warum das Akkugewicht bei modernen Packs nicht ignoriert werden sollte.

Das größte und schwerste 2S-Pack einzubauen, das physisch hineinpasst, ist nicht unbedingt die sinnvollste Methode, dieses Chassis zu verbessern. Eine angemessene Masse und ausgewogene Gewichtsverteilung sind nützlicher, als den Cheetah wie eine moderne Hochleistungsplattform zu behandeln.

Tamiya Lamborghini Cheetah: hinten montierter Torque-Tuned-540-Bürstenmotor und Getriebe

Welchen Akku verwendet der Tamiya Lamborghini Cheetah 58754?

Die angegebene Akkurichtung ist 7,2V–7,4V. Für moderne LiPo-Nutzer weist das direkt auf einen 2S-7,4V-LiPo-Akku hin.

Die Spannung ist jedoch nur der erste Teil der Entscheidung. Der Cheetah verwendet einen mittig montierten Akku, der längs entlang des Chassis installiert wird, daher sind die physischen Abmessungen und die Kabelführung deutlich wichtiger als bei vielen offenen Akkuhalterungen.

Vergleichen Sie vor dem Kauf eines 2S-LiPos den vorgesehenen Akku mit dem tatsächlichen montierten Akku-Bereich und prüfen Sie:

  • Länge, Breite und Höhe des Akkus
  • Wie der Akku im mittleren Chassisbereich befestigt wird
  • Austrittsrichtung des Hauptstromkabels
  • Freiraum für den Balancer-Anschluss
  • ESC-Stecker und Polarität
  • Freiraum um die hintere Elektronik und die Motorkabel
  • Gesamtgewicht des Akkus und seine Auswirkungen auf die Fahrzeugbalance

Auch ein extrem hoher Entladewert ist bei diesem Fahrzeug nicht erforderlich, nur weil höhere Werte verfügbar sind. Das serienmäßige Bürstenantriebssystem legt deutlich weniger Wert auf eine enorme Stromabgabe als eine moderne bürstenlose Rennplattform. Ein gut dimensionierter, sinnvoller 2S-LiPo ist ein nützlicheres Upgrade, als dem höchstmöglichen C-Wert hinterherzujagen.

Längs mittig montierter Akku im Tamiya Cheetah 58754 mit Darstellung des verfügbaren Platzes für einen 2S-LiPo

Weitere modellspezifische Optionen finden Sie bei unseren LiPo-Akkus für Tamiya-RC-Autos. Geeignete Spannungsoptionen können Sie auch in der CNHL-2S-LiPo-Akku-Kollektion vergleichen oder das gesamte CNHL-RC-Akku-Sortiment erkunden. Die endgültige Passform sollte vor dem Kauf immer am zusammengebauten Cheetah überprüft werden.

Warum eine höhere Kapazität nicht automatisch besser ist

Moderne 2S-RC-Akkus können Kapazitäten bieten, die sich Modellbauer im Jahr 1978 kaum hätten vorstellen können. Das bedeutet jedoch nicht, dass der größte Akku automatisch die beste Wahl für dieses Chassis ist.

Eine höhere Kapazität erhöht in der Regel mindestens eines von drei Dingen: das Volumen, das Gewicht oder beides. Bei einem 2WD-Fahrzeug mit Heckmotor und schmaler zentraler Akkuinstallation kann ein übermäßig schwerer Akku das Lenkverhalten, das Federungsverhalten und die allgemeine Balance verändern.

Für den Cheetah ist die beste Akkuwahl daher diejenige, die eine nützliche Laufzeit mit einer sauberen Installation und einem angemessenen Gewicht verbindet - nicht unbedingt der Akku mit der größten Kapazitätsangabe auf dem Etikett.

Semipneumatikreifen und dreiteilige Räder bewahren den Vintagecharakter

Die Reifen sind ein weiteres Beispiel dafür, dass Tamiya auf Kontinuität statt auf Modernisierung setzt. Die aktualisierten Semipneumatikreifen behalten das charakteristische flache Chevron-Profil des Cheetah bei, während die Räder weiterhin die ungewöhnliche dreiteilige Konstruktion und die Befestigung mit fünf Schrauben aufweisen.

Optisch sind diese Teile unverzichtbar. Moderne Reifen mit niedrigem Profil oder herkömmliche einteilige Rennräder könnten sich anders verhalten, würden jedoch sofort die Haltung und Identität des Autos verändern. Die großen, ballonartigen Reifen sind ein wesentlicher Grund dafür, dass der Cheetah wie ein experimentelles Militärfahrzeug aus den späten 1970er-Jahren und nicht wie ein gewöhnlicher R/C-Buggy aussieht.

Die Hartstyrolkarosserie ist weiterhin eine der Hauptattraktionen

Die neue Karosserie ist aus styrolbasiertem Wüstengelb geformt und bildet weiterhin die offene Türarchitektur des Cheetah, die kantige Front, die aufrechte Windschutzscheibe und die freiliegende hintere Ausrüstung nach.

Bei genauer Betrachtung enthält das Modell Details, die normalerweise eher mit einem Ausstellungsmodell als mit einer hart gefahrenen Offroad-Maschine verbunden werden: Armaturenbrett, Sitze, Fahrer, Feuerlöscher, Kühlergrilldetails, Beleuchtung, hinterer Ausrüstungsgepäckträger und außen sichtbare maßstabsgetreue Ausrüstung.

Das bedeutet, dass Besitzer die fertige Karosserie möglicherweise anders behandeln möchten als eine günstige Polycarbonat-Buggykarosserie. Der Cheetah kann durchaus gefahren werden, aber sein optischer Wert ist ein wesentlicher Teil des Besitzerlebnisses.

Tamiya Lamborghini Cheetah mit detaillierter vorderer Stoßfängerwinde, Beleuchtung und maßstabsgetreuer Hartstyrolkarosserie

Für wen ist der Tamiya Cheetah 2026 wirklich gedacht?

Wenn das einzige Ziel maximale Geschwindigkeit, maximaler Federweg oder maximale Haltbarkeit fürs Geld ist, gibt es deutlich modernere R/C-Plattformen, die sinnvoller sind. Darum geht es beim Cheetah nicht.

Die 58754 ist vor allem für Modellbauer interessant, die Freude am mechanischen Erlebnis beim Zusammenbauen eines ungewöhnlichen Chassis haben, für Sammler, die die frühe Tamiya-Geschichte schätzen, für Lamborghini-Enthusiasten, die sich für das vergessene Offroad-Prototypmodell des Unternehmens interessieren, und für Hobbyisten, denen Maßstabsoptik wichtiger ist als reine Leistung.

Sie ist außerdem ein Modell, das eine langsamere Betrachtung belohnt. Das Metallchassis, die Drehstäbe, die Karosserieverschlüsse, die dreiteiligen Räder und die hintere Elektronikanordnung sind nicht nur technische Notwendigkeiten. Sie sind Teil des Grundes, dieses Auto zu besitzen.

1978 im Vergleich zu 2026: Was sich geändert hat und was geblieben ist

Bereich Originalcharakter Ansatz für 2026
Chassis Duraluminium-Kanalrahmen Konzept beibehalten
Antriebsstrang Heckmotor / 2WD mit Heckantrieb Beibehalten
Batterieanordnung Mittig angeordnete Längsbatterie Beibehalten
Aufhängungskonzept Doppelquerlenker mit Drehstäben Beibehalten
Material der Drehstäbe Vintage-Anordnung Aktualisierte Metallfedern
Karosseriekonzept Detaillierte Hartkarosserie im Maßstab Beibehalten
Leistungssteuerung Mechanische Steuerungshardware aus der damaligen Zeit Moderner elektronischer Fahrtenregler

FAQ zum Tamiya Cheetah 58754

Hat der Tamiya Lamborghini Cheetah 58754 den Maßstab 1/10 oder 1/12?

Es handelt sich um ein Modell im Maßstab 1/12. Einige Händlerdatenbanken können widersprüchliche Maßstabsangaben enthalten, aber der Cheetah selbst ist offiziell ein R/C-Set im Maßstab 1/12.

Hat der Tamiya Cheetah Allradantrieb?

Nein. Das Tamiya-Modell verwendet ein 2WD-Chassis mit Heckmotor und Hinterradantrieb. Der Prototyp des Lamborghini Cheetah in Originalgröße war ein Fahrzeug mit Allradantrieb.

Verwendet der Cheetah 2026 Öldruckstoßdämpfer?

Nein. Er behält das klassische Torsionsstab-Fahrwerkskonzept bei und verwendet vier einstellbare längs verlaufende Metall-Torsionsstabfedern.

Welcher Motor ist im Tamiya 58754 enthalten?

Das Set enthält einen Torque-Tuned-Bürstenmotor der Baugröße 540 sowie einen elektronischen Fahrtenregler.

Welchen akku sollte ich im Tamiya Lamborghini Cheetah verwenden?

Das Fahrzeug verwendet den 7,2V–7,4V-akku-Bereich, wodurch ein 2S-7,4V-LiPo die naheliegende moderne LiPo-Richtung darstellt. Da der akku längs mittig im Chassis sitzt, solltest du vor der Auswahl eines bestimmten akkus dessen tatsächliche Abmessungen, den Stecker, den Spielraum für die Kabel und das eingebaute Gewicht prüfen.

Ist der Cheetah 2026 einfach eine originalgetreue Neuauflage des alten Modells?

Nein. Das grundlegende mechanische Konzept und das Erscheinungsbild wurden beibehalten, aber Tamiya hat praktische Aktualisierungen vorgenommen, wobei die Metall-Torsionsstabfedern eines der deutlichsten Beispiele sind.

Ist dieses Modell für hartes Offroad-Bashing geeignet?

Der Cheetah lässt sich besser als maßstabsorientiertes Vintage-R/C-Erlebnis denn als moderner Bash-Buggy verstehen. Seine Hartkarosserie, die historische Fahrwerksarchitektur und die detailreiche Konstruktion sind wesentliche Bestandteile seines Reizes.

Warum der Lamborghini Cheetah 48 Jahre später noch immer wichtig ist

Gemessen allein an Geschwindigkeit, Fahrwerksraffinesse oder Antriebseffizienz gehört der ursprüngliche Cheetah unverkennbar einer anderen Ära an. Genau deshalb verdient der 58754 ebenfalls Aufmerksamkeit.

Das Modell bewahrt eine Zeit, in der Tamiyas R/C-Philosophie noch eng mit den Wurzeln des Plastikmodellbaus verbunden war. Das Ziel bestand nicht einfach darin, die schnellstmögliche ferngesteuerte Maschine zu bauen. Es ging darum, ein faszinierendes echtes Fahrzeug mit genügend mechanischem Einfallsreichtum nachzubilden, damit dieses Modell fahren konnte.

Achtundvierzig Jahre später hätte Tamiya diese Antwort mit moderner Technologie neu formulieren können. Stattdessen entschied sich das Unternehmen, sie erneut aufzugreifen.

Das ist der eigentliche Reiz des Tamiya Lamborghini Cheetah 58754: Er gibt nicht vor, ein R/C-Auto aus dem Jahr 1978 zu sein. Mechanisch, optisch und konzeptionell möchte er dich noch immer genau das erleben lassen.

Offizielle Verpackungsillustration des Tamiya Lamborghini Cheetah 2026 im Maßstab 1/12 als RC-Auto

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