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FMS J11 Twin-70-mm-EDF-Test: Flugzeit, Einrichtung, Akku und Fliegen in der Praxis

Der FMS J11 Twin 70mm EDF ist weder der einfachste noch der leichteste oder am längsten fliegende Elektrojet seiner Klasse. Genau das macht ihn für erfahrene EDF-Piloten so attraktiv. Er kombiniert eine große, im Flanker-Stil gehaltene Zelle, zwei 12-Blatt-Impeller, detaillierte Einziehfahrwerke, voll bewegliche Höhenleitwerke und ein einzelnes 6S-akku-System in einem Flugzeug, das sowohl auf der Startbahn als auch in der Luft überzeugend aussieht und klingt.

Der FMS J 11 belohnt Piloten, die gerne Geschwindigkeit, Leistung und Energie im Anflug managen, anstatt einfach einen leichten Sportjet durch den Himmel zu steuern. Er hat eine starke Präsenz, doch diese geht mit kurzen Flugzeiten, einer erheblichen akku-Belastung und der Notwendigkeit einer disziplinierten Landeplanung einher.

Dieser Leitfaden geht über das Datenblatt hinaus und erklärt, wie sich der FMS J11 tatsächlich verhält, welche Startbahn er benötigt, warum der akku-Timer so wichtig ist und wie man zwischen leichteren 5000-mAh-Packs und leichten LiHV-Akkus mit hoher Kapazität wählt.

FMS J11 Twin 70mm EDF-Jet auf der Startbahn mit ausgefahrenem Fahrwerk und zwei 12-Blatt-Impellern, bereit zum Flug

FMS J11 Twin 70mm EDF im Überblick

Spannweite 1110 mm
Gesamtlänge 1640 mm
Abfluggewicht Etwa 4380 g
EDF-System Zwei 70-mm-Impeller mit 12-Blatt-Rotor
Motoren Zwei 3060-KV1900-Inrunner-Motoren
ESCs Zwei 80-A-ESCs
Empfohlener akku 6S 5000–6000 mAh, 50C oder höher
akkuanschluss EC5
Schwerpunkt 145–150 mm
Erfahrungsstufe Fortgeschritten

Warum der FMS J11 so präsent wirkt

Mit einer Länge von 1640 mm und einem Abfluggewicht von etwa 4,38 kg wirkt der FMS J11 größer, als seine Spannweite von 1110 mm vermuten lässt. Der breite Rumpf, die weit auseinanderliegenden Doppelauslässe und die hohen Seitenleitwerke verleihen ihm die optische Masse, die man von einem Jagdflugzeug der Flanker-Familie erwartet.

Diese Größe fällt nicht nur in der Luft auf. Das Flugzeug nimmt in einem Fahrzeug, einer Werkstatt oder einer Garage spürbar viel Platz ein. Die magnetische Nase hilft, die Transportlänge zu reduzieren, doch viele Besitzer müssen die Tragflächen weiterhin abnehmen oder sorgfältig planen, wie das Modell im Auto positioniert wird.

Das Modell umfasst acht abnehmbare Bewaffnungsteile, LED-Navigations- und Landescheinwerfer, sequenziell öffnende Fahrwerksklappen, eine funktionierende Rückenluftbremse, ein detailliert ausgeführtes Cockpit und ein vollständig gefedertes Fahrwerk. Diese Details machen das Flugzeug beim Rollen, Starten und bei tiefen Vorbeiflügen gleichermaßen beeindruckend.

Scale-Details des FMS J 11, einschließlich abnehmbarer Bewaffnung, gefedertem Fahrwerk, Navigationsleuchten und sequenziell öffnenden Fahrwerksklappen

Twin-70-mm-Leistung mit einem 6S-akku

Einer der größten Vorteile des FMS Twin 70mm EDF J 11 ist sein Stromversorgungssystem mit nur einem akku. Größere Jets mit zwei EDFs benötigen für jeden Flug oft zwei aufeinander abgestimmte 6S-Packs. Der J11 betreibt beide Impeller mit einem 6S-EC5-akku, wodurch weniger Packs geladen, transportiert und gewartet werden müssen.

Dieser Komfort sollte nicht mit einem geringen akku-Bedarf verwechselt werden. Beide 70-mm-Impeller werden aus demselben Akkupack gespeist, und anhaltender Betrieb mit hohem Gas kann einen 5000-mAh-akku schnell entladen. Die kombinierte Last macht außerdem Spannungsstabilität, Zustand der Steckverbinder und akku-Temperatur wichtiger, als dies bei einem leichteren Flugzeug mit nur einem Impeller der Fall wäre.

Die beiden 12-Blatt-Impeller erzeugen einen volleren, weicheren Klang als ältere EDF-Systeme mit weniger Blättern. Bei einem schnellen Überflug erzeugt das Flugzeug eher ein turbinenähnliches Rauschen und weniger den hochfrequenten „Föhn“-Ton älterer Elektrojets.

So fliegt die FMS J11

Die J11 wirkt auf positive, maßstabsgetreue Weise schwer. Sie nimmt Schwung durch Kurven und Überflüge mit und wirkt am überzeugendsten, wenn sie in breiten, kontrollierten Linien geflogen wird, statt sie ständig durch enge Sportjet-Manöver zu zwingen.

Nach dem Start reichen unter normalen Bedingungen etwa 50–60 % Gas für einen ruhigen Reiseflug, wobei sich der erforderliche Schub mit akku-Gewicht, Außenlasten, Temperatur und Wind verändert. Vollgas ermöglicht schnelle Überflüge und eine gute Steigleistung, verkürzt das sichere Flugfenster bei häufigem Betrieb mit voller Leistung jedoch rasch.

Die voll beweglichen Höhenleitwerke bieten eine beträchtliche Nickautorität. Das Flugzeug kann Rollen, große Loopings und aggressive Nickänderungen ausführen, doch Piloten sollten bei übermäßigem Höhenruderausschlag vorsichtig sein. Eine hecklastige Einstellung oder eine zu große Bewegung der Stabilizer kann das Flugzeug während des Abfangens bei der Landung äußerst empfindlich machen.

Ohne Stabilisierung kann die Zelle in den Händen erfahrener Piloten dennoch ruhig fliegen. Ein geeigneter Empfänger mit Kreisel kann dabei helfen, Flügelwippen zu reduzieren oder bei böigem Wind mehr Sicherheit bei Anflügen zu geben. Er sollte jedoch nicht dazu dienen, einen falschen Schwerpunkt, übermäßigen Ruderausschlag oder schlechtes Geschwindigkeitsmanagement zu kaschieren.

FMS J11 Twin 70mm EDF bei einem tiefen Hochgeschwindigkeitsüberflug mit einer realistischen Fluglage

Wie schnell ist die FMS J11 Twin 70mm EDF?

Bei einem Flug mit GPS-Ausrüstung erreichte die FMS J11 Twin 70mm EDF ungefähr 162km/h. Dies ist ein nützlicher Praxiswert und keine feste Angabe zur Höchstgeschwindigkeit, da das endgültige Ergebnis von der akku-Spannung, dem Zustand des Akkupacks, Wind, Temperatur, Flugzeuggewicht und der Menge der montierten Außenlasten abhängt.

Die J11 wirkt nicht nur aufgrund der aufgezeichneten Geschwindigkeit schnell, sondern auch wegen ihrer Größe und ihres Trägheitsmoments. Sie legt in kurzer Zeit einen großen Teil des Himmels zurück, besonders bei tiefen Überflügen und längeren Vollgaspassagen. Die dunkelgraue Oberfläche kann zudem schwerer zu erkennen sein, wenn sich das Flugzeug weiter entfernt. Daher sollte es am besten in einem klaren, vorhersehbaren Flugmuster und innerhalb eines angenehmen Sichtbereichs geflogen werden.

Für die meisten Piloten ist aussagekräftiger, wie gut das Flugzeug in weiten Kurven, senkrechten Steigflügen und Scale-Passagen die Geschwindigkeit hält. Wiederholtes Fliegen mit voller Leistung verkürzt das nutzbare Zeitfenster des Akkus schnell. Daher sollten Geschwindigkeitsflüge mit Reiseflug bei mittlerer Gasstellung und einer frühzeitig eingeleiteten Landevorbereitung ausgeglichen werden.

Die tatsächliche Flugzeit des FMS J11

FMS gibt eine ungefähre Flugdauer von vier Minuten an, aber die sichere Timer-Einstellung hängt stark von der Akkukapazität, der Gasnutzung, dem Wetter und dem Setup des Flugzeugs ab. Ein leichter 5000-mAh-Pack kann einen angenehmen Flug ermöglichen, bietet aber weniger Reserve für den Landeanflug als die größeren Optionen in diesem Leitfaden.

Mit einem 6S-Akku mit 5000–5200 mAh sind ungefähr drei Minuten ein sinnvoller Ausgangspunkt für Flüge mit gemischter Gasstellung. Wiederholte Vollgaspassagen, senkrechte Steigflüge oder Betrieb bei heißem Wetter können eine frühere Landung erfordern. Ein Pack mit 5500–6200 mAh bietet im Allgemeinen mehr Flexibilität und kann je nach Flugweise ungefähr drei bis dreieinhalb Minuten ermöglichen.

Der leichte CNHL Lightning LiHV 7200mAh 6S eignet sich besser für ein Flugziel von ungefähr vier Minuten, da er 20 % mehr Nennkapazität als ein 6000-mAh-Pack bietet und dabei ungefähr das Gewicht vieler herkömmlicher 6000-mAh-6S-Akkus beibehält. Diese zusätzliche Kapazität ist besonders für den FMS J11 nützlich, da sie mehr Zeit für die Landevorbereitung und ein mögliches Durchstarten bietet, ohne das übermäßige Gewicht, das normalerweise mit einem Standardpack mit 7200 mAh verbunden ist.

Verwenden Sie diese Werte als anfängliche Timereinstellungen und nicht als garantierte Flugdauern. Prüfen Sie nach jedem der ersten Flüge die Zellenspannung nach der Landung, die Akkutemperatur und die beim Laden zurückgeführte Kapazität. Passen Sie den Timer anschließend schrittweise an Ihren Gasstil, das Wetter und die Konfiguration Ihres Flugzeugs an.

Akku-Setup Empfohlener Starttimer Fluganwendung
5000–5200 mAh Etwa 3:00 Am besten für ein leichteres, reaktionsfreudigeres Setup. Bei häufigem Vollgas den Landeanflug bereits vor Ablauf des Timers einleiten.
5500–6200 mAh Etwa 3:00–3:30 Eine ausgewogene Alltagskapazität mit mehr Reserve für Scale-Flüge, Außenlasten und den Landeanflug.
6700 mAh LiHV Etwa 3:30–4:00 Eine leichte Option mit hoher Kapazität, die nützliche Reserve bietet und dabei das Einbaugewicht praxisgerecht hält.
7200 mAh LiHV Etwa 4:00 Die beste Wahl für ein Vier-Minuten-Ziel mit zusätzlicher Reserve für Landung und Durchstarten im Vergleich zu Standardpacks mit 5000–6000 mAh.

Wichtig: Bei anhaltend hoher Fluggeschwindigkeit, wiederholten vertikalen Manövern, hohen Umgebungstemperaturen oder einem alternden Akku sollte der Timer weiterhin verkürzt werden. Setzen Sie den Flug nicht allein deshalb fort, weil der Timer noch nicht abgelaufen ist, wenn Telemetrie oder Flugzeugleistung darauf hinweisen, dass die Spannung abfällt.

Warum Telemetrie bei einem Twin-EDF wichtig ist

Ein Timer bleibt nützlich, doch die Spannungstelemetrie liefert eine deutlichere Warnung, wenn der akku schneller als erwartet entladen wird. Ansagen der Akkuspannung oder Unterspannungsalarme können auf einen heißen Tag, einen alternden akku oder einen ungewöhnlich aggressiven Flug hinweisen, bevor das Flugzeug den letzten Platzrundenabschnitt erreicht.

Am sichersten ist die Kombination mehrerer Hilfsmittel:

  • Beginne mit einem konservativ eingestellten Timer.
  • Verwende, sofern verfügbar, Telemetrie für die Akkuspannung.
  • Überprüfe die Zellenspannung unmittelbar nach der Landung.
  • Notiere, wie viel Kapazität beim Laden zurückgeführt wird.
  • Lass genügend Reserve für einen Durchstart.

Die J11 kann gleiten, bietet jedoch nicht dieselbe Flexibilität bei einer Landung ohne Antrieb wie ein leicht beladenes Propellerflugzeug. Wenn die Spannung stark abfällt, verschwinden die verfügbaren Optionen schnell.

Außenlasten montieren oder abnehmen?

Die abnehmbaren Raketen und Außenlasten sind ein wesentlicher Bestandteil der maßstabsgetreuen Optik der FMS J11. Montiert lassen sie das Flugzeug beim Rollen, bei Vorbeiflügen mit ausgefahrenem Fahrwerk und bei Fotoaufnahmen vollständiger wirken. Viele Piloten nehmen eine leichte Leistungseinbuße in Kauf, weil sich das optische Ergebnis lohnt.

Das Entfernen der Außenlasten verringert den Luftwiderstand und das Gewicht, verbessert die Bodenfreiheit und senkt das Beschädigungsrisiko bei einer Landung neben der Startbahn. Dadurch ist die Konfiguration ohne Außenlasten die bessere Wahl für den Erstflug, einen Geschwindigkeitstest oder den Betrieb auf Schotter und unebenem Gras.

Eine praktische Strategie für den Betrieb ist einfach: Fliege zunächst ohne Außenlasten, während du das Flugzeug und die Akkukonfiguration einrichtest, und bringe die Außenlasten wieder an, sobald Start, Timer und Landeverhalten vorhersehbar sind.

FMS J11 Twin 70-mm-EDF im Vergleich mit montierter und abgenommener maßstabsgetreuer Bewaffnung für weniger Luftwiderstand und einen sichereren Betrieb auf unebenen Startbahnen

Anforderungen an die Startbahn und Start

Die FMS J 11 ist kein Schaumjet für kurze Startbahnen. Ihr Gewicht, die relativ kleinen Räder und die Twin-EDF-Anordnung mit einem einzigen Akku erfordern eine lange, ebene Startstrecke. Eine leicht kopflastige Einstellung kann beim Erstflug beruhigend wirken, doch eine zu starke Kopflastigkeit verlängert die Rotationsstrecke und kann dazu führen, dass das Flugzeug nur widerwillig von der Startbahn abhebt.

Befestigte oder sorgfältig gepflegte Flächen sind vorzuziehen. Schotter birgt ein Fremdkörperrisiko, da Steine zu den unteren Lufteinlässen und EDF-Einheiten gezogen werden können. Hohes Gras erhöht den Rollwiderstand, steigert die vor dem Start benötigte Energie und kann die Außenlasten beschädigen.

Die großen Radlager, die Federung und das robuste Einziehfahrwerk sind wertvolle Merkmale, machen das Modell jedoch nicht zu einem Trainer für unbefestigte Pisten. Je sauberer und länger die Startbahn ist, desto größer ist die Sicherheitsreserve.

Landung des FMS J11

Der J11 besitzt keine herkömmlichen Landeklappen. Stattdessen verwendet er eine funktionale Rückenluftbremse. Die Luftbremse trägt zum Scale-Erlebnis bei und kann bei der Steuerung der Energie helfen, ihre Wirkung ist jedoch im Vergleich zu einem großen Klappensystem begrenzt.

Der FMS J11 Twin 70mm EDF fährt die funktionale Rückenluftbremse aus

Der Landeanflug sollte daher über Schub, Fluglage und Entfernung geplant werden, statt sich darauf zu verlassen, dass die Luftbremse einen zu schnellen oder zu hohen Anflug korrigiert.

Fahren Sie das langsam ausfahrende Fahrwerk frühzeitig aus und vergewissern Sie sich vor dem Eindrehen in den Endanflug, dass es vollständig ausgefahren ist. Halten Sie ausreichend Leistung zur Kontrolle des Sinkflugs bereit und reduzieren Sie sie allmählich, sobald das Flugzeug in den Abfangbogen übergeht. Die voll beweglichen Höhenleitwerke bieten eine gute Nickautorität, aber abrupte Höhenruderausschläge können ein Aufsetzen mit anschließendem Hüpfer oder eine schnelle Lageänderung verursachen.

Verwenden Sie vor allem den verbleibenden Akku nicht für wiederholte Durchstartversuche. Eine sichere, leicht unvollkommene Landung ist einem weiteren Platzrundenflug mit unzureichender Spannungsreserve vorzuziehen.

Den besten FMS-J11-Akku auswählen

FMS empfiehlt einen 6S-Akku mit 5000–6000 mAh, einer Belastbarkeit von 50C oder höher und einem EC5-Anschluss. Dieser Bereich ist eine solide Ausgangsbasis, sollte jedoch nicht als absolute Kapazitätsobergrenze betrachtet werden.

Die Eignung eines Akkus hängt von mehr als nur seiner Kapazität ab. Die wichtigen Faktoren sind:

  • Physische Abmessungen des Akkus
  • Gewicht des eingebauten Akkus
  • Möglichkeit, den Schwerpunkt von 145–150 mm zu erreichen
  • Spannungs- und Ladegerätekompatibilität
  • Entladeleistung unter der Last von zwei EDF-Antrieben
  • Bedingungen für Start und Landung

Herkömmliche LiPo-akkus mit hoher Kapazität werden mit zunehmender Kapazität oft deutlich schwerer. Leichte CNHL Lightning LiHV-akkus verändern dieses Verhältnis. Ein LiHV-akku mit höherer Kapazität kann in derselben allgemeinen Gewichtsklasse wie ein kleinerer herkömmlicher LiPo bleiben, wodurch eine Kapazität oberhalb des nominalen Bereichs im Handbuch praktikabel wird.

Entdecken Sie die empfohlenen 6S-akkus für den FMS J11 Twin 70mm EDF.

5000–5200 mAh: Leichter und direkter

Ein 5000-mAh- oder 5200-mAh-6S-Akku entspricht am ehesten der standardmäßigen FMS-Konfiguration. Das geringere Einbaugewicht erleichtert das Abheben des Flugzeugs und sorgt für ein direkter ansprechendes Gefühl der Stabilisatoren.

Dieser Bereich eignet sich für Piloten, die Wert auf Leistung legen und bereit sind, einen strikten Timer zu verwenden. Er ist außerdem der logische Ausgangspunkt für den Erstflug, da das Flugzeug näher an der im Handbuch erwarteten Beladung bleibt.

5500–6200 mAh: Ausgewogenes Fliegen im Alltag

Dieser mittlere Bereich bietet eine nützliche Reserve, ohne sich zu weit von der üblichen Empfehlung zu entfernen. Er eignet sich gut für großräumige Platzrunden, volle Bewaffnung und Piloten, die sich während des Landeanflugs mehr Flexibilität wünschen.

Die zusätzliche Kapazität garantiert keinen vierminütigen Flug. Heißes Wetter, wiederholte Steigflüge in der Senkrechten oder aggressiver Gaseinsatz können die nutzbare Flugzeit weiterhin auf etwa dreieinhalb Minuten verkürzen.

6700–7200 mAh LiHV: Hohe Kapazität bei geringem Gewicht

Der CNHL Lightning LiHV 7200mAh 6S 120C mit EC5 passt besonders gut zur FMS J11. Seine Abmessungen von etwa 149 × 52 × 50 mm passen gut in den verfügbaren Akkuraum, während sein Gewicht von etwa 800 g mit dem vieler herkömmlicher 6000-mAh-6S-LiPo-akkus vergleichbar ist.

Dadurch kann die J11 mehr Nennkapazität mitführen, ohne den für einen Pack der 7000-mAh-Klasse normalerweise erwarteten erheblichen Gewichtsnachteil. Richtig positioniert bleibt sie praktisch, um den veröffentlichten Schwerpunkt zu erreichen, und bietet wertvolle Energiereserven für einen energiehungrigen Twin-EDF.

Der 6700-mAh-Lightning-LiHV verfolgt dieselbe Strategie bei etwas geringerer Kapazität. Beide Optionen sollten gewählt werden, weil ihre Abmessungen und ihr Gewicht zum Flugzeug passen – nicht einfach nur, weil das Akkufach groß ist.

LiPo oder LiHV?

Ein Standard-6S-LiPo hat eine Nennspannung von 22,2V und wird normalerweise mit 4,20 V pro Zelle geladen. Ein 6S-LiHV hat eine Nennspannung von 22,8 V und kann auf bis zu 4,35 V pro Zelle geladen werden, sofern das gesamte Antriebssystem die höhere Spannung bei voller Ladung unterstützt.

Der wichtigste Grund, einen Lightning-LiHV-akku für die FMS J11 in Betracht zu ziehen, ist nicht einfach seine höhere Spannung. Der entscheidendere Vorteil ist die Kombination aus Kapazität und geringem Gewicht.

Ein LiHV-akku kann auch bis zur standardmäßigen LiPo-Grenze von 4,20 V pro Zelle geladen werden. Dadurch steht eine konservativere Spannung zur Verfügung, während die Vorteile des Packs hinsichtlich Bauform und Gewicht erhalten bleiben; die vollständige Nennkapazität von LiHV wird jedoch nicht genutzt.

Stellen Sie vor dem Laden auf 4,35 V pro Zelle sicher, dass beide ESCs und alle relevanten Komponenten an Bord die daraus resultierende maximale Spannung unterstützen. Eine „6S“-Kennzeichnung allein bestätigt nicht immer die vollständige LiHV-Kompatibilität.

Schwerpunkt: Mit dem Handbuch beginnen

Einige erfahrene Piloten verlegen den Schwerpunkt der FMS J11 hinter die veröffentlichte Position, um die Rotation zu verbessern, die erforderliche Reiseleistung zu reduzieren oder Cobra-ähnliche Manöver zu erleichtern. Solche Einstellungen können das Höhenruder jedoch deutlich empfindlicher machen und die Sicherheitsreserve bei der Landung verringern.

Die korrekte Ausgangsbasis bleibt der veröffentlichte 145–150-mm-Schwerpunkt. Eine leicht kopflastige Einstellung für den Erstflug ist vorhersehbarer als eine experimentelle Schwerpunktlage weiter hinten. Die Akkuposition sollte erst nach mehreren erfolgreichen Flügen und mit einem klaren Verständnis dafür angepasst werden, wie sich die Änderung auf das Höhenruder-Ansprechverhalten und das Landeverhalten auswirkt.

Fügen Sie nicht einfach Heckgewicht hinzu, um einen unnötig schweren Akku auszugleichen. Ein leichterer Akku mit gleicher oder höherer Kapazität ist in der Regel die bessere Lösung, als das Gesamtgewicht des Flugzeugs an beiden Enden zu erhöhen.

Montage und Vorflugkontrollen

Die FMS J11 wird als PNP-Flugzeug mit bereits installierten Motoren, Reglern, Servos und Einziehfahrwerk geliefert. Sender, Empfänger, Flugakku und Ladegerät müssen separat ergänzt werden.

Die Erstmontage ist unkompliziert, verdient jedoch sorgfältige Aufmerksamkeit. Die Haupttragflächen werden über den Flächenverbinder geschoben, mit der Rumpfverkabelung verbunden und mit Schrauben befestigt. Die Seitenleitwerke, voll beweglichen Höhenleitwerke, Steueranlenkungen, Bauchflossen, die magnetische Nase und die Außenlasten müssen ebenfalls montiert oder überprüft werden.

Vor jedem Flug:

  • Überprüfen Sie die Wellen und Madenschrauben der voll beweglichen Höhenleitwerke.
  • Prüfen Sie jedes Kugelgelenk und jedes Ruderhorn.
  • Überprüfen Sie die korrekte Laufrichtung der Steuerfunktionen und die Programmierung des Empfängers.
  • Stellen Sie sicher, dass Einziehfahrwerk und Fahrwerksklappen ihre Sequenz vollständig durchlaufen.
  • Prüfen Sie den EC5-Anschluss und die Akku-Kabel.
  • Überprüfen Sie den Schwerpunkt von 145–150 mm mit dem gewählten Akku.
  • Stellen Sie sicher, dass sich der Akku bei senkrechten Flugmanövern nicht bewegen kann.

Ist die FMS J11 als erster EDF-Jet geeignet?

Nein. Die FMS J11 ist offiziell für fortgeschrittene Piloten vorgesehen, und das ist angemessen. Sie ist groß, schnell, teuer zu reparieren und stellt hohe Anforderungen an Akku-Management und Start- sowie Landebahnplanung.

Ein Pilot sollte bereits mit EDF-Jets mit Einziehfahrwerk, schnellen Landeanflügen, kurzen Flug-Timern und Durchstartentscheidungen vertraut sein. Ein kleinerer und gutmütigerer EDF-Jet ist der bessere Ort, um Fluglageerkennung, Gasmanagement und Energiekontrolle zu lernen.

Die J11 macht als nächster Schritt für Piloten am meisten Freude, die verstehen, warum ein Drei-Minuten-Timer wichtiger sein kann als eine beeindruckende Höchstgeschwindigkeit.

Vor- und Nachteile der FMS J11 Twin 70mm EDF

Stärken Zu beachten
Große und überzeugende Vorbildpräsenz Kurze praxistaugliche Flugzeit
Twin-EDF-Sound mit 12-Blatt-Rotoren Hohe Belastung für einen einzelnen Akku
Komfort eines einzelnen 6S-Akkus Erfordert eine disziplinierte Timer-Nutzung
Detaillierte Einziehfahrwerke, Beleuchtung und Außenlasten Benötigt eine lange, hindernisfreie Start- und Landebahn
Stabiles, vorbildgetreues Flugverhalten Großer Platzbedarf für Transport und Lagerung
Große Auswahl an praxistauglichen 6S-Akkus Nicht als erster EDF-Jet geeignet

FMS-J11-FAQ

Welchen Akku verwendet die FMS J-11?

FMS empfiehlt einen 6S-Akku mit 5000–6000 mAh, einer Belastbarkeit von 50C oder höher und einem EC5-Anschluss. Leichte CNHL-LiHV-Akkus mit mehr als 6000 mAh können ebenfalls sinnvoll sein, wenn Abmessungen, Gewicht, Spannung und der eingestellte Schwerpunkt geeignet sind.

Wie lange fliegt die FMS J11?

Als praktische Ausgangserwartung gelten ungefähr drei Minuten mit einem 5000-mAh-Akku. Ein 6000–6200-mAh-Akku kann eine nützliche Reserve hinzufügen, doch die Flugzeit hängt weiterhin stark von der Gasnutzung, der Temperatur, der Außenbewaffnung und dem Zustand des Akkus ab.

Kann der FMS J 11 einen 7200-mAh-Akku verwenden?

Ja. Der CNHL Lightning LiHV 7200mAh 6S-Akku wiegt etwa 800 g und misst ungefähr 149 × 52 × 50 mm. Damit ist er vom Gewicht her mit vielen herkömmlichen 6000-mAh-Akkus vergleichbar und passt sehr gut zum J11.

Benötigt der FMS J11 einen Kreisel?

Nein. Die Zelle kann in erfahrenen Händen auch ohne Stabilisierung sanft fliegen. Ein Empfänger mit Kreisel kann bei böigem Wetter dennoch mehr Sicherheit geben, aber der korrekte Schwerpunkt, die Ruderausschläge und die Erfahrung des Piloten bleiben wichtiger.

Kann der FMS J11 von Gras starten?

Er kann auf geeignetem, kurzem und ebenem Gras betrieben werden, doch die schwere Zelle und das Twin-EDF-System profitieren von einer langen, gut gepflegten Startbahn. Hohes Gras verlängert die Startstrecke und erhöht den Akkuverbrauch.

Hat der FMS J11 Landeklappen?

Nein. Er verwendet statt herkömmlicher Landeklappen eine funktionale Bremsklappe auf dem Rücken. Die Bremsklappe sorgt für Scale-Details und unterstützt das Energiemanagement, doch der Pilot muss die Anfluggeschwindigkeit weiterhin über Gas und Flugbahn kontrollieren.

Fazit

Der FMS J11 Twin 70mm EDF wird nicht geliebt, weil er einfach oder effizient ist. Er wird geliebt, weil er wie ein ernst zu nehmender Scale-Jet aussieht, klingt und fliegt. Die Auslegung mit einem einzigen Akku macht die Vorbereitung einfacher als bei vielen größeren Twin-EDF-Systemen, während das detaillierte Fahrwerk, die Beleuchtung, die Bewaffnung und die voll beweglichen Höhenleitwerke vom Rollen bis zur Landung für ein überzeugendes Erlebnis sorgen.

Seine größte Einschränkung ist ebenfalls nicht zu übersehen: Der Flug ist kurz, und der Akku muss mit Bedacht behandelt werden. Piloten, die einen konservativen Timer einstellen, Telemetrie nutzen, den Akku sowohl nach Gewicht als auch nach Kapazität auswählen und frühzeitig mit dem Landeanflug beginnen, werden deutlich mehr Freude an dem Flugzeug haben.

Für eine normale Leistung sorgt ein 5000–5200-mAh-Akku dafür, dass der FMS J11 leichter und reaktionsfreudiger bleibt. Ein 5500–6200-mAh-Akku bietet eine ausgewogene Lösung für den täglichen Einsatz. Piloten, die mehr Reserve ohne das Gewicht eines herkömmlichen LiPo-Akkus mit hoher Kapazität suchen, sind mit den leichten 6700-mAh- und 7200-mAh-Lightning-LiHV-Optionen für diesen energiehungrigen 70-mm-Twin-EDF besonders gut beraten.

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