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HobbyKing Hall Cherokee V2 im Test: Lohnt sich der Segler mit 1700-mm-Spannweite und einziehbarem Motor?

Die HobbyKing Hall Cherokee V2 ist nicht einfach ein alter Schaumstoffsegler mit einem neuen Motor. Die 1700-mm-V2 ersetzt das ursprüngliche Konzept einer oben montierten EDF durch eine bemerkenswert einfache einziehbare Druckpropeller-Gondel, verfügt über stabilere abnehmbare Tragflächen, verbessert das Leitwerk und den Schutz des Fahrwerks und macht die Cherokee zu einem deutlich überzeugenderen Motorsegelflugzeug.

Die Cherokee V2 versteht man am besten als sportlich ausgerichtetes Motorsegelflugzeug und nicht als ultraleichten Thermikschleicher. Ihr 3S-Antrieb ermöglicht selbstbewusste Steigflüge, und sobald die Motorgondel eingefahren ist, trägt der Rumpf die Geschwindigkeit und Energie beim Gleitflug ohne Motor überzeugend. Bei niedrigeren Geschwindigkeiten verlangt die sich verjüngende Tragfläche jedoch etwas mehr Disziplin als ein anfängerfreundlicher Segler. Ein korrekt eingestellter Schwerpunkt, moderate Querruderausschläge und ruhige, koordinierte Kurven machen einen deutlichen Unterschied darin, wie ausgeglichen sich das Modell anfühlt.

Wenn du den Stil klassischer Segelflugzeuge, ungewöhnliche Konstruktionen und ein Modell magst, das zwischen kraftvollem Steigflug und echtem Segeln ohne Motor wechseln kann, ist die Cherokee V2 eine der interessanteren Neuerscheinungen von HobbyKing.

HobbyKing Hall Cherokee V2 mit 1700 mm Spannweite fliegt in geringer Höhe über einer Grasfläche, mit einziehbarer Motorgondel

HobbyKing Hall Cherokee V2 – Kurzfazit

Spannweite 1700 mm / 66,9 Zoll
Länge 920 mm / 36,2 Zoll
Ca. Fluggewicht Ca. 900 g in der veröffentlichten Referenzkonfiguration
Antriebssystem Einziehbares 3S-Bürstenlos-Antriebssystem mit 6x4E-Propeller
Regler Bürstenloser 20-A-Regler
Empfohlener Akku 2200-mAh-3S-Shorty-LiPo mit XT60
Empfohlener Schwerpunkt 60–65 mm hinter der Vorderkante der Tragflächenwurzel
Schwierigkeitsgrad Besser für Piloten mit vorheriger Erfahrung im Starrflüglerflug geeignet als als erstes RC-Flugzeug

Beste Beschreibung: ein sportliches Motorsegelflugzeug im Vintage-Stil und Semi-Scale-Maßstab, kein langsamer Thermikschleicher im Stil eines Trainers.

Was ist die Hall Cherokee?

Das Modell ist nach der Hall Cherokee benannt und allgemein von ihr inspiriert – einem in Originalgröße gebauten amerikanischen Eigenbau-Segelflugzeug, das von Stan Hall entworfen und in den 1950er-Jahren vorgestellt wurde. Das Originalflugzeug war für den Amateurbau gedacht und besaß die unverwechselbaren Proportionen einer früheren Segelflugzeuggeneration: einen relativ kurzen Rumpf, eine hoch angesetzte, sich verjüngende Tragfläche und eine einfache Einsitzerkonfiguration.

HobbyKing brachte bereits vor etwa einem Jahrzehnt eine RC-Cherokee heraus. Dieses Modell der ersten Generation entwickelte eine treue Fangemeinde, doch seine motorisierte Version platzierte eine EDF-Einheit oberhalb der Tragfläche. Die oben montierte EDF der V1 ermöglichte einen bequemen Eigenstart, erzeugte durch die freiliegende Einheit jedoch zusätzlichen Luftwiderstand und bot nur eine mäßige Steigleistung. Durch den Ersatz dieses Systems durch einen einziehbaren Propellerantrieb erzielt die V2 kräftigere Steigflüge und weist beim Gleitflug ohne Motor ein saubereres Profil auf.

Die V2 bewahrt die charakteristische Retro-Silhouette, verändert aber den wichtigsten Bereich des Flugzeugs: die Art und Weise, wie es an Höhe gewinnt.

Hall Cherokee V1 vs. V2: Was hat sich tatsächlich geändert?

Merkmal Cherokee V1 Cherokee V2
Motorisierte Version Oben montiertes EDF Einziehbare Druckpropeller-Motorgondel mit 6x4-Propeller
Luftwiderstand bei ausgeschaltetem Antrieb Das EDF blieb oberhalb der Zelle sichtbar Die Motorgondel klappt eng an den Rumpf an
Tragflächenstruktur Frühere, weniger transportfreundliche Anordnung Abnehmbare verstärkte Tragflächen mit Steckungssystem
Höhenleitwerk Kleinere Leitwerksanordnung Vergrößertes abnehmbares Höhenleitwerk
Praktischer Schutz Mehr freiliegender Schaumstoff Verstärkter Nasenschutz, Servokabinenabdeckungen und Schutz des Rumpfbodens durch einen Schleifsporn

Das einziehbare Antriebssystem ist mit Abstand der wichtigste Unterschied. Es verändert nicht nur die Steigleistung, sondern auch das Verhalten nach dem Abschalten des Motors.

Wie funktioniert die einziehbare Motorgondel der Cherokee V2?

Der cleverste Aspekt der Cherokee V2 ist, dass die Motorgondel kein eigenes Einziehservo und keinen separaten Einziehkanal benötigt.

Beim Betätigen des Gashebels dreht der Propellerschub die Gondel nach oben in ihre Betriebsposition. Wird der Gashebel geschlossen, erzeugt der Motor keinen Schub mehr; der Luftstrom drückt die Gondel dann allmählich zurück in Richtung Rumpf. Der Widerstand im Drehpunkt verhindert, dass die Baugruppe einfach frei im Luftstrom flattert.

Einziehbare Druckpropeller-Motorgondel der HobbyKing Hall Cherokee V2 mit 6x4-Propeller, ausgefahren

Die größte Stärke der Cherokee-V2-Motorgondel ist ihre mechanische Einfachheit. Das System kommt ohne ein eigenes Einziehservo und ohne komplexe Abläufe aus: Der Motorschub fährt die Gondel aus, und der Luftstrom führt sie bei abgeschalteter Leistung wieder zum Rumpf zurück. Weniger bewegliche Teile bedeuten außerdem weniger Komponenten, die eingestellt, synchronisiert oder möglicherweise ausfallen können. Dadurch eignet sich dieses Konzept besonders gut für einen praktischen Elektrosegler.

Wenn der Motor ausgeschaltet ist, klappt die Gondel eng am oberen Rumpf an, um ihre exponierte Fläche und den Luftwiderstand zu verringern. Es handelt sich um ein einziehbares System mit niedrigem Profil und nicht um eine vollständig interne Installation, daher bleiben Motor und Propeller auch im eingefahrenen Zustand von außen sichtbar.

Verändert die Motorgondel beim Einschalten des Motors die Nicklage?

Nur geringfügig. Obwohl der Motor im ausgefahrenen Zustand hoch über dem Rumpf sitzt, ist die Schublinie gut auf die Zelle abgestimmt und verursacht bei normaler Leistungszufuhr keine drastische Nickbewegung.

Beim Anheben der Motorgondel und dem Aufbau des vollen Schubs kann es zu einem kurzen Übergang kommen. Sobald das System ausgefahren ist, geht die Cherokee jedoch schnell in einen gleichmäßigen Steigflug mit Motorleistung über. Dadurch fühlt sich der Wechsel zwischen motorisiertem und unmotorisiertem Flug unkompliziert an, anstatt jedes Mal beim Betätigen des Gashebels eine große Höhenruderkorrektur zu erfordern.

Der normale Flugablauf ist einfach: Mit dem Motor Höhe gewinnen, den Gashebel reduzieren, sobald die gewünschte Höhe erreicht ist, und die Gondel beim Übergang der Cherokee in den motorlosen Segelflug wieder nach hinten klappen lassen. Das Ergebnis ist ein praktisches Eigenstartsystem, das eine nützliche Steigleistung bietet, ohne während des Gleitflugs ein großes fest montiertes Antriebsaggregat im Luftstrom zu lassen.

Wie fliegt die HobbyKing Hall Cherokee V2?

Die Hall Cherokee V2 fliegt eher wie ein sportlicher Motorsegler als wie ein langsamer, äußerst gutmütiger Thermiktrainer. Mit 3S-Antrieb steigt sie souverän, hält ihre Energie gut und geht ganz natürlich in den motorlosen Gleitflug über, sobald die Motorgondel wieder nach hinten geklappt ist.

Im normalen Flug fühlt sich das Modell stabil und effizient an und bietet genügend Ruderkraft für saubere Platzrunden, steilere Kurven und einfache Kunstflugfiguren wie Loopings und Rollen. Der verstärkte Flügel verleiht ihm außerdem ein solideres Fluggefühl, als man es von der leichten Schaumkonstruktion erwarten könnte.

Die wichtigste Eigenschaft, die es zu beachten gilt, ist das Verhalten bei niedriger Geschwindigkeit. Wenn die Fluggeschwindigkeit abnimmt, insbesondere in engeren Kurven oder wenn der Schwerpunkt zu weit nach hinten verlegt wurde, wird die Cherokee deutlich empfindlicher und kann beim Erreichen des Strömungsabrisses abrupt über einen Flügel abkippen. Übermäßig große Querruderausschläge können dieses Verhalten schärfer wirken lassen als nötig.

Wenn der Schwerpunkt im empfohlenen Bereich liegt, die Ruderausschläge moderat eingestellt sind und in Kurven ausreichend Geschwindigkeit beibehalten wird, fühlt sich die Cherokee deutlich ruhiger und berechenbarer an. Nach korrekter Einstellung ist sie nicht schwierig zu fliegen, belohnt jedoch ein präziseres Energiemanagement als ein auf Anfänger ausgelegter Segler.

Kippt die Cherokee V2 über die Flügelspitze ab?

Die Cherokee V2 kann einen Flügel recht abrupt abkippen lassen, sobald sie über den Strömungsabriss hinaus gedrückt wird. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie im normalen Flug instabil ist. Entscheidend ist der Unterschied: Bei ausreichender Fluggeschwindigkeit verhält sich das Flugzeug gut, während sich der Strömungsabriss selbst abrupter entwickeln kann als bei einem gutmütigen Thermiksegler für Einsteiger.

Der gepfeilte Flügel macht das Energiemanagement bei niedriger Geschwindigkeit besonders wichtig. Wenn man eine Kurve enger zieht und dabei die Fluggeschwindigkeit abfallen lässt, kann der Außenflügel dem Strömungsabriss näherkommen. Langsame, steile Kurven in Bodennähe sollten daher vermieden werden. Wenn das Modell die Kurve gleichmäßig durchfliegt, bietet es einen deutlich größeren und besser vorhersehbaren Betriebsbereich.

Die Einstellungen haben ebenfalls einen spürbaren Einfluss darauf, wie scharf sich das Flugzeug in der Nähe des Strömungsabrisses anfühlt. Ein weiter hinten liegender Schwerpunkt erhöht die Nickempfindlichkeit, ein übermäßig großer Querruderausschlag kann Rollbewegungen unnötig aggressiv machen, und turbulente Luft kann plötzliche Flügelbewegungen verstärken. Mit einer konservativen Grundeinstellung lässt sich die Cherokee deutlich leichter einschätzen und beherrschen.

Die wichtigsten Einstellfaktoren des Cherokee V2

  • Schwerpunkt: Beginne innerhalb des empfohlenen Bereichs von 60–65 mm und überprüfe ihn erneut, sobald sich der akku oder die Bordausrüstung ändert.
  • Querruderausschlag: Moderate Ausschläge verhindern, dass sich das Modell um die Rollachse überempfindlich anfühlt.
  • Querruderdifferenzierung: Weniger Querruderausschlag nach unten als nach oben ist eine sinnvolle Einstellrichtung, wenn das Modell zu stark in die Kurven zieht.
  • Fluggeschwindigkeit: Halte in engeren Kurven ausreichend Geschwindigkeit, statt das Modell nahe an der Überziehgeschwindigkeit schweben zu lassen.
  • Wind: Turbulenzen und Verwirbelungen hinter Bäumen, Gebäuden oder Gelände können die leichte Zelle unruhiger wirken lassen.
  • Zusätzliche Ausrüstung: Kameras oder anderes hinten montiertes Zubehör können den Schwerpunkt so stark verlagern, dass sich das Flugverhalten spürbar verändert.

Sind diese Grundlagen berücksichtigt, lässt sich der Cherokee V2 viel besser als motorisiertes Segelflugmodell für fortgeschrittene Einsteiger denn als schwieriges Flugzeug beschreiben. Er verlangt vom Piloten lediglich, auf Fluggeschwindigkeit und Balance zu achten, statt sich auf das extrem gutmütige Langsamflugverhalten eines anfängertauglichen Thermiktrainers zu verlassen.

Ist der Cherokee V2 gut für den Thermikflug geeignet?

Ja, der Cherokee V2 kann Thermik nutzen, aber er sollte eher als energiehaltiger Segler denn als ultraleichter Thermikschleicher betrachtet werden. Sobald der Motor abgeschaltet ist und die Gondel nach hinten einklappt, geht das Flugzeug natürlich in den motorlosen Segelflug über und kann bei nutzbarer Thermik effizient in der Luft bleiben.

Entscheidend ist, den Cherokee mit der Geschwindigkeit zu fliegen, die ihm liegt. Seine zugespitzte Tragfläche und die relativ maßstabsgetreuen Proportionen begünstigen ein sauberes, etwas schnelleres Gleiten statt des extrem langsamen, fast stationären Kreisens, das man von sehr leichten Thermiktrainern kennt. Wer den Gleitflug durch Fliegen nahe an der Überziehgeschwindigkeit zu weit ausdehnen will, verringert die Fehlertoleranz und macht das Modell in engeren Kurven weniger angenehm zu fliegen.

HobbyKing Hall Cherokee V2 Segelflug ohne Motor mit nach unten eingeklappter, einziehbarer Motorgondel

Dadurch ist der Cherokee besonders vielseitig. Er kann den Motor für einen schnellen Steigflug nutzen, anschließend auf Thermiksuche gehen, in größeren Segelflugkreisen Geschwindigkeit mitnehmen oder dieselbe Zelle für Hangflug und leichten Sportkunstflug verwenden. Das einziehbare Antriebssystem bietet dem Piloten außerdem eine einfache Möglichkeit, wieder Höhe zu gewinnen, wenn die Thermik nachlässt.

In der Praxis sollte der Cherokee V2 eher als motorisiertes Segelflug- und Sportsegler-Modell mit brauchbarer Thermikleistung betrachtet werden und nicht als speziell für extrem langsames Thermikkreisen ausgelegtes Modell.

Kann der Cherokee V2 Kunstflug?

Ja, in einem vernünftigen Rahmen. Der Cherokee V2 verfügt über ausreichend Leistung und Ruderauthorität für Loopings, Rollen, Wingover, Rückenflugpassagen und schnelleres Sportfliegen, insbesondere wenn das Flugzeug eine gute Geschwindigkeit hat.

Seine verstärkte Flügelstruktur verleiht der Zelle für diese Art des Fliegens ausreichend Steifigkeit, ohne das Modell übermäßig schwer wirken zu lassen, während das 3S-Antriebssystem nützliche Energie für das Steigen und das Einleiten größerer Figuren liefert.

Dennoch ist der Cherokee grundsätzlich ein Segelflugzeug. Seine deutlich ausgeprägte V-Form begünstigt die Stabilität in Normallage, die Rollreaktion ist gelassener als bei einem speziellen Kunstflugmodell, und das Flugzeug fühlt sich am wohlsten, wenn die Figuren mit gleichmäßiger Energienutzung statt dauerhaftem Vollgas geflogen werden.

In der Praxis eignet sich der Cherokee V2 gut als motorisiertes Segelflugzeug mit nützlichen sportakrobatischen Fähigkeiten. Bei Bedarf kann er aggressiver geflogen werden, doch seine größten Stärken liegen weiterhin in der Kombination aus motorisierten Steigflügen, Segeln und gelegentlicher Akrobatik während desselben Flugs.

Der beste Akku für den HobbyKing Hall Cherokee V2

Ein kompakter 2200-mAh-3S-LiPo mit XT60 ist der beste Ausgangspunkt für den Hall Cherokee V2. Er hält das Flugzeug nahe an seinem vorgesehenen Leistungs-, Gewichts- und Schwerpunktbereich und bietet gleichzeitig genügend Kapazität für wiederholte Steigflüge und ausgedehntes Segeln ohne Motor.

Die Passform des Akkus ist bei diesem Modell ungewöhnlich wichtig. Der schlanke Rumpf des Cherokee lässt nur einen relativ schmalen Geräteschacht, und der Akku muss sich diesen Platz mit dem Regler, dem Empfänger, den Servoanlenkungen und der Verkabelung teilen. Ein Pack, das allein aufgrund seiner Kapazität geeignet erscheint, kann dennoch unpraktisch werden, wenn es zu lang oder zu dick ist oder nicht genügend Platz für das Stromkabel lässt.

Akkufach des HobbyKing Hall Cherokee V2 für einen kompakten 3S-Shorty-LiPo und den Einbau des Empfängers

Die Position des Akkus ist genauso wichtig wie die passgenaue Unterbringung. Der Cherokee V2 sollte innerhalb des empfohlenen Schwerpunktbereichs von 60–65 mm ausbalanciert sein. Ein kompaktes Pack, das sich nach vorn oder hinten verschieben lässt, bietet daher beim Einrichten deutlich mehr Spielraum. Wird der Schwerpunkt zu weit nach hinten verlagert, reagiert das Flugzeug empfindlicher auf Nickbewegungen, und die verfügbare Sicherheitsreserve in Stallnähe nimmt ab.

Für die meisten Piloten bietet die 2200-mAh-3S-Klasse den besten Kompromiss zwischen Kapazität und Einbaugewicht. Ein leichter 1500-mAh-3S-Pack kann nützlich sein, wenn die Gewichtsreduzierung Priorität hat, insbesondere beim gleitflugorientierten Fliegen, während eine kompakte 2400-mAh-Option etwas mehr gespeicherte Energie bietet, sofern ihre Abmessungen und der endgültige Schwerpunkt geeignet bleiben.

CNHL bietet alle drei Optionen in der Die besten Akkus für den HobbyKing Hall Cherokee V2 Kollektion, sodass die Wahl zwischen der standardmäßigen 2200-mAh-Konfiguration, einer leichteren 1500-mAh-Konfiguration und einer kompakten 2400-mAh-Alternative leichter fällt.

Das 20-A-Klasse-Antriebssystem des Cherokee bedeutet außerdem, dass die Auswahl des Akkus kein Wettbewerb um den höchstmöglichen C-Wert ist. Physische Passform, eingebautes Gewicht, Schwerpunktanpassung und ausreichender Abstand der Kabel sind wichtiger als eine extreme Entladerate. Der Motor dient in erster Linie dazu, effizient Höhe zu gewinnen, bevor das Flugzeug wieder in den Segelflug übergeht.

Bei Verwendung eines 3S-LiHV-Akkus sollte zusätzlich zur physischen Kompatibilität auch die Ladespannung berücksichtigt werden. Sofern nicht bestätigt wurde, dass der eingebaute ESC für die höhere Spannung eines vollständig geladenen LiHV-Akkus geeignet ist, sollte der Akku vorsichtshalber nur auf die Standardspannung eines 3S-LiPo-Akkus geladen werden.

Weitere Elektrosegler und Segelflugzeuge findest du hier LiPo-Akkus für Elektrosegler und Segelflugzeuge. Weitere Akkuoptionen für Starrflügler findest du unter CNHL-Flugzeugakkus.

Wie lange hält ein 2200mAh 3S-Akku?

Ein 2200mAh 3S-Akku ermöglicht im Cherokee V2 überraschend lange Flüge, wenn der Motor hauptsächlich zum Steigen und nicht für einen kontinuierlichen Motorflug verwendet wird. Die genaue Dauer hängt wesentlich stärker von der Gasnutzung, den Thermikbedingungen und dem Flugstil ab als von der Kapazität allein.

Wiederholte Motorpassagen, Kunstflug und häufige Steigflüge mit Vollgas verbrauchen den Akku deutlich schneller. Bei einem typischeren Segelflugrhythmus – auf Höhe steigen, den Motor ausschalten und den größten Teil des Fluges gleiten – kann derselbe 2200mAh-Akku wesentlich länger genutzt werden.

Praxiserfahrungen haben gezeigt, dass eine Kombination aus motorunterstütztem Steigen und Thermikflug von kürzeren Flügen bis zu deutlich über 20 Minuten reichen kann, wobei noch eine nutzbare Spannung im Akku verbleibt. Diese große Spannweite ist bei einem Elektrosegler normal, da der Motor möglicherweise nur während eines kleinen Teils des gesamten Fluges läuft.

Aus diesem Grund sollte man 2200mAh eher als Balance aus Gewicht, Passform und verfügbarer Steigenergie betrachten und nicht als feste Flugzeitangabe. Gute Thermik und ein effizienter Umgang mit dem Gas können die gesamte Flugdauer erheblich verlängern, während aggressiver Motorflug sie ebenso schnell verkürzt.

Kannst du einen 1300mAh-, 1500mAh-, 2400mAh- oder 2600mAh-Akku verwenden?

Ja, der Cherokee V2 kann mit mehreren 3S-Akkukapazitäten betrieben werden, aber 2200mAh bleibt der am besten ausgewogene Referenzpunkt. Ein kleinerer oder größerer Akku verändert mehr als nur die Flugzeit: Das Akkugewicht, die physischen Abmessungen und die Strecke, über die der Akku im schmalen Rumpf verschoben werden kann, beeinflussen den endgültigen Schwerpunkt.

Akku-Kapazität Beste Verwendung Wichtigste Überlegung
1300–1500mAh 3S Gewichtsoptimierte, auf Gleitflug ausgelegte Konfiguration Der leichtere Akku muss möglicherweise weiter vorne platziert werden, damit der Schwerpunkt innerhalb des empfohlenen Bereichs bleibt.
2200mAh 3S Bester Allround-Ausgangspunkt Bietet die beste Balance aus Kapazität, eingebautem Gewicht, Schwerpunktanpassung und nutzbarem Akkuraum.
2400mAh 3S Etwas mehr gespeicherte Energie, ohne sich weit vom Ausgangswert von 2200 mAh zu entfernen. Prüfe Abmessungen, Einbaugewicht und Schwerpunkt sorgfältig; LiHV-Akkus erfordern außerdem eine geeignete Berücksichtigung der Ladespannung.
2600 mAh 3S Setup mit höherer Kapazität, bei dem der einzelne Akku noch hineinpasst Der Freiraum wird knapper, und das zusätzliche Akkugewicht kann das Flugzeug weiter von der vorgesehenen leichten Segelflugzeug-Konfiguration entfernen.

Die praktische Grenze wird daher nicht allein durch die Kapazität bestimmt. Ein größerer 3S-Akku passt möglicherweise physisch hinein, ist aber nur dann sinnvoll, wenn noch genügend Platz für das XT60-Kabel und die umliegende Elektronik bleibt und das Flugzeug gleichzeitig korrekt ausbalanciert werden kann.

Für die meisten Piloten bleiben 2200 mAh der ideale Kompromiss. Wähle 1300–1500 mAh, wenn ein möglichst geringes Abfluggewicht Priorität hat, oder 2400–2600 mAh, wenn zusätzliche Kapazität das höhere Gewicht und den engeren Einbau rechtfertigt. Überprüfe unabhängig von deiner Wahl nach jedem Akkuwechsel erneut den Schwerpunkt bei 60–65 mm.

Montage und Transport sind wichtige Verbesserungen der V2

Für ein 1,7-m-Segelflugzeug lässt sich die Cherokee V2 bemerkenswert einfach montieren, zerlegen und transportieren. Die Flächen sind abnehmbar, das Höhenleitwerk wird festgeschraubt, und für die normale Montage des Flugzeugs sind keine umfangreichen Klebearbeiten erforderlich. Dadurch ist das Modell im Alltag deutlich unkomplizierter, als seine Spannweite vermuten lässt.

Abnehmbarer Flächenverbinder und verstärkte Schaumstoff-Flächen der HobbyKing Hall Cherokee V2

Das abnehmbare Flächensystem ist besonders wichtig. Innenliegende Verstärkungen und ein stabiler Flächenverbinder geben den langen Schaumstoffflächen im Flug den nötigen Halt und ermöglichen dennoch, beide Seiten zur Lagerung oder zum Transport abzunehmen. Statt einen vollständig montierten 1,7-m-Segler zu transportieren, lässt sich die Cherokee zwischen den Flügen auf ein deutlich handlicheres Packmaß reduzieren.

Dieses praxisorientierte Konzept setzt sich im übrigen Rumpf fort. Abgedeckte Flächenservos sorgen für eine ordentliche Installation, das abnehmbare Leitwerk vereinfacht die Lagerung weiter, und eine gehärtete Schutzschicht an Nase und Rumpfunterseite hilft dem Schaumstoff, den üblichen Umgang und den Betrieb auf Rasenflächen zu verkraften.

  • Abnehmbare, verstärkte Flächen: erleichtern den Transport, ohne auf die für eine lang gespannte Schaumstofffläche erforderliche strukturelle Unterstützung zu verzichten.
  • Abnehmbares Höhenleitwerk: reduziert den für die Lagerung benötigten Platz zusätzlich.
  • Abgedeckte Flächenservos: sauberere Installation mit weniger freiliegender Mechanik auf der Flächenoberseite.
  • Geschützte Nase und Rumpfunterseite: nützlich bei einem Segelflugzeug, das häufig auf Rasen statt auf einer befestigten Startbahn eingesetzt wird.
  • Einzelnes Bugrad: hält die Unterseite schlicht und ermöglicht dennoch geeignete Starts und Landungen vom Boden.
  • Vorrichtung für einen Schlepphaken: erhält die Möglichkeit der Cherokee, sowohl im Schleppflug als auch im Eigenstart eingesetzt zu werden.

Diese Details ändern nichts am grundlegenden Einsatzzweck der Cherokee, machen aber bei der Nutzung einen spürbaren Unterschied. Die V2 ist am Flugplatz schneller vorbereitet, lässt sich leichter im Auto unterbringen und ist zu Hause weniger umständlich zu lagern – bei einem Modell mit 1700 mm Spannweite ist das von Bedeutung.

Lohnt es sich, Flaperons oder Spoilerons einzurichten?

Sie sind optional, aber Spoilerons können bei der Cherokee V2 besonders nützlich sein, wenn Empfänger und Sender eine unabhängige Steuerung der beiden Querruder ermöglichen. Das standardmäßige Y-Kabel hält das Flugzeug einfach, während separate Querruderkanäle den Weg für Differenzial, Flaperons und Spoilerons eröffnen.

Von diesen Optionen sind Spoilerons für die Flugweise der Cherokee besonders relevant. Der Rumpf hält im Gleitflug die Energie gut, was beim Segelfliegen hilfreich ist, aber dazu führen kann, dass man das Landefeld mit mehr Höhe oder Geschwindigkeit als erwartet erreicht. Das gleichzeitige Anheben beider Querruder verringert den Auftrieb und erhöht die Sinkrate. Dadurch erhält der Pilot eine weitere Möglichkeit, den Anflug zu kontrollieren, ohne das Flugzeug einfach in einen langsameren und weniger angenehmen Flugzustand zu zwingen.

Das kann Landungen auf kurzen Pisten erleichtern und einen steileren Anflug ermöglichen, während eine nützliche Fluggeschwindigkeit erhalten bleibt. Besonders bei einem Segelflugzeug mit relativ sauberem Gleitflug und einer Strömungsabrisscharakteristik, die in Bodennähe besser vermieden wird, ist das wertvoll.

Flaperons sind ebenfalls möglich, sollten aber vorsichtiger eingesetzt werden. Das Absenken beider Querruder verändert die Auftriebsverteilung am Außenflügel und das Langsamflugverhalten. Mehr Klappenausschlag ist bei einer gepfeilten Tragfläche daher nicht automatisch besser. Kleine Änderungen und sorgfältiges Testen sind aggressiven Einstellungen vorzuziehen.

Jede Spoileron- oder Flaperon-Konfiguration sollte zunächst in sicherer Höhe getestet werden. Spoilerons können die Sinkrate deutlich stärker erhöhen als erwartet. Beginnen Sie daher mit kleinen Ausschlägen und prüfen Sie das Ansprechverhalten des Flugzeugs, bevor Sie sich bei der Landung auf diese Funktion verlassen.

Kann die Cherokee V2 vom Boden starten?

Ja. Die Cherokee V2 kann einen rollenden Start durchführen, aber ihr einrädriges Fahrwerk macht die Qualität der Oberfläche deutlich wichtiger als bei einem herkömmlichen Flugzeug mit Zwei- oder Dreiradfahrwerk.

Das Einrad-Fahrwerk stützt den Rumpf, sobald das Modell rollt, während die Tragflächen während der anfänglichen Beschleunigung einigermaßen waagerecht gehalten werden müssen. Mit ausreichender Vorwärtsgeschwindigkeit wirken die Querruder effektiver, die Tragfläche stabilisiert sich und die Cherokee kann sanft in den Flug übergehen.

HobbyKing Hall Cherokee V2: Einrad-Fahrwerk bei einer Segelfluglandung auf einer Graspiste

Die Beschaffenheit des Grases macht einen spürbaren Unterschied. Kurzes, festes Gras bietet Rad und Rumpf weniger Widerstand, während langes, trockenes oder klebriges Gras das Modell verlangsamen kann, bevor es eine angenehme Fluggeschwindigkeit erreicht. Da das Flugzeug im Stillstand teilweise auf seinen Flügelspitzen aufliegt, kann eine unebene Oberfläche außerdem dazu führen, dass eine Seite während des ersten Teils des Startlaufs schleift.

Der Schlepp- oder Start­haken unter dem Rumpf ist ein weiteres Detail, das vor dem Versuch eines Bodenstarts überprüft werden sollte. Sitzt er tief genug, um im Gras hängen zu bleiben, kann der zusätzliche Widerstand den Startlauf deutlich unberechenbarer machen.

Bei einer glatten Startfläche und günstigem Wind ist der Bodenstart ein nützlicher Teil des vorbildgetreuen Charakters der Cherokee. Auf unebenem Gras ist ein herkömmlicher Handstart jedoch meist die einfachere und zuverlässigere Methode, das Modell in die Luft zu bringen.

Kann die Cherokee V2 im F-Schlepp oder mit einem Gummiseil gestartet werden?

F-Schlepp ist eine echte sekundäre Startoption für die Cherokee V2. Die Zelle verfügt über eine Vorrichtung für einen Schlepphaken, sodass das Modell bei einem geeigneten Schleppflugzeug und erfahrenen Piloten eher wie ein traditioneller Segler geflogen werden kann.

Die Spannweite von 1700 mm und die relativ leichte Zelle machen diese Betriebsart passend zum Charakter der Cherokee. Nach dem Ausklinken in ausreichender Höhe kann der Motor ausgeschaltet bleiben und das Flugzeug vollständig wie ein Segelflugzeug geflogen werden, bis zusätzliche Höhe benötigt wird.

Ein Seglerstart mit Gummiseil ist mit einer geeigneten Startvorrichtung ebenfalls denkbar, sollte jedoch eher als optionale Technik und nicht als eine der primären Betriebsarten der Cherokee betrachtet werden. Position des Hakens, Seilspannung und Startbelastungen müssen zur Zelle passen, statt einfach davon auszugehen, dass jede beliebige Standard-Gummiseilvorrichtung funktioniert.

Für den alltäglichen Flugbetrieb bleibt der einziehbare Motor die einfachste und autarkste Möglichkeit, die Cherokee zu starten. Der Schlepphaken ist wertvoll, weil er das Modell um eine weitere Dimension erweitert und Piloten ermöglicht, mit derselben Zelle selbst zu starten, im F-Schlepp zu fliegen und einen traditionelleren Segelflugbetrieb zu genießen.

Wie sieht es mit dem Motorgeräusch aus?

Die Cherokee V2 ist unter Motorleistung nicht besonders leise. Ihr kleiner Druckpropeller mit hoher Drehzahl und die außen montierte Motorgondel erzeugen naturgemäß ein schärferes Geräusch als der langsame Gleitflug, der folgt, sobald der Gashebel geschlossen wird.

Ein gleichmäßiges, konstantes Propellergeräusch ist normal. Aufmerksamkeit verdienen hingegen ein hartes Brummen, schnell zunehmende Vibrationen oder ein Geräusch, das darauf hindeutet, dass Propeller und Motorgondel nicht mehr gleichmäßig laufen. Da der Motor auf einer ausfahrbaren Struktur oberhalb des Rumpfes sitzt, können Unwucht oder Spiel stärker auffallen als bei einem starr an der Nase montierten Antriebssystem.

Wenn das Antriebssystem ungewöhnlich rau klingt, überprüfe vor dem Weiterfliegen den Propeller auf Beschädigungen oder Unwucht, die Befestigungsschrauben des Motors, den Drehpunkt des Aufsatzes und die umliegenden Bauteile. Der Propeller sollte sich ohne sichtbares Eiern frei drehen, und die Motorbaugruppe sollte über den gesamten Ausfahrbereich hinweg sicher befestigt bleiben.

Im normalen Betrieb ist das Geräusch einfach Teil der angetriebenen Steigflugphase der Cherokee. Sobald der Gashebel geschlossen wird und der Aufsatz wieder nach unten klappt, kehrt das Flugzeug zu dem deutlich leiseren Charakter zurück, den man von einem Segelflugzeug erwartet.

Ist das Farbschema im Schweizer Stil historisch korrekt?

Die rot-weiße Lackierung der Cherokee V2 sollte eher als Interpretation im Sports-Scale-Stil denn als dokumentierte Nachbildung einer bestimmten großen Hall Cherokee verstanden werden. Die Farben passen zum Vintage-Charakter des Segelflugzeugs und sorgen für eine hervorragende Sichtbarkeit in der Luft, doch es gibt nicht genügend Belege, um die Lackierung als historisch exakt darzustellen.

Diese Unterscheidung ist bei einem Modell wichtig, das von einem bekannten Eigenbau-Segelflugzeug inspiriert ist. Der Rumpf und die Tragflächen greifen die allgemeine Form und den zeittypischen Charakter der Cherokee auf, während die Lackierung offenbar eher auf eine ansprechende Optik und gute Orientierung als auf die strenge Reproduktion einer bekannten Flugzeugregistrierung oder historischen Lackierung ausgelegt ist.

Aus diesem Grund lässt sie sich am treffendsten als vintage-inspiriert, gut sichtbar und im Sports-Scale-Stil beschreiben. Das Erscheinungsbild des Flugzeugs wirkt überzeugend, ohne dass es als exakte Scale-Lackierung präsentiert werden muss.

Für wen ist die HobbyKing Hall Cherokee V2 geeignet?

Die Hall Cherokee V2 eignet sich am besten für Piloten, die bereits etwas Erfahrung mit Starrflüglern haben und ein Segelflugzeug mit mehr Charakter als ein herkömmlicher Schaumstoffsegler mit Bugmotor suchen. Ihren Reiz verdankt sie der Kombination aus Eigenstartfähigkeit, echtem Segelflug ohne Motor und einem Flugbereich, der weiterhin Raum für sportliches Fliegen lässt.

Sie ist besonders lohnend für Piloten, die lieber Höhe und Fluggeschwindigkeit steuern, statt den Motor einfach laufen zu lassen. Ein typischer Flug kann ganz natürlich zwischen angetriebenen Steigflügen, langen Gleitflugabschnitten, der Thermiksuche, Hangflug-ähnlichem Cruisen und gelegentlichen Loopings oder Rollen wechseln. Der einziehbare Motoraufsatz ist dabei entscheidend, denn sobald der Gashebel geschlossen wird, fühlt sich das Flugzeug viel mehr wie ein Segelflugzeug an.

Die Cherokee eignet sich auch für Besitzer, die den praktischen Einsatz im Gelände schätzen. Ihre Spannweite von 1700 mm sorgt für eine markante Erscheinung in der Luft, während die abnehmbaren Tragflächen und das abnehmbare Leitwerk Transport und Lagerung erleichtern. Der Kompromiss besteht in einem relativ engen Einbauraum und der größeren Notwendigkeit, auf die Position des akkus, den Schwerpunkt und das Verhalten bei niedriger Geschwindigkeit zu achten.

Die Cherokee V2 passt gut zu dir, wenn du Folgendes magst:

  • Angetriebene Steigflüge, gefolgt von ausgedehntem Segelflug ohne Motor
  • Thermiksuche, Hangflug und weit tragende Gleitflüge
  • Ein von Oldtimern inspiriertes Segelflugzeug mit einem ungewöhnlichen einziehbaren Antriebssystem
  • Segelflug mit gelegentlichen Loopings, Rollen und sportlichem Fliegen verbinden
  • Ein größeres Modell mit 1,7 m Spannweite, das sich für den Transport dennoch einfach zerlegen lässt
  • Schwerpunkt, Ruderausschläge und Flugtechnik feinabstimmen, um das Beste aus einer Flugzeugzelle herauszuholen

Sie eignet sich weniger für alle, die einen extrem langsamen Thermiktrainer für Anfänger suchen, der sich mit sehr wenig Aufmerksamkeit auf den Energiezustand einfach dahinschweben lässt. Die Cherokee fliegt lieber mit etwas Geschwindigkeit, ihr Strömungsabriss kann bei zu starkem Ausreizen abrupter werden, und ihr Akkufach belohnt eine sorgfältige Einrichtung statt übergroßer Akkupacks.

Für erfahrene Anfänger, die über einfache Trainer hinauswachsen möchten, oder für fortgeschrittene Piloten, die etwas Besonderes suchen, bietet die Cherokee V2 eine besonders interessante Kombination aus komfortablem Eigenstart, echtem Segelflugverhalten und leichter Sporttauglichkeit.

Vor- und Nachteile der HobbyKing Hall Cherokee V2

Die Stärken und Kompromisse der Cherokee V2 ergeben sich aus derselben Grundidee: Sie ist ein leichtes, selbststartendes Segelflugzeug, das echtes Segelflugverhalten bewahren möchte, ohne mechanisch kompliziert zu werden. Das sorgt für ein unverwechselbares Flugerlebnis, bedeutet aber auch, dass Einstellungen und Fluggeschwindigkeit mehr Aufmerksamkeit verdienen als bei einem anfängerfreundlichen Schaumstoffsegler.

Vorteile Zu beachten
Einfaches einziehbares Motorsystem, das den Eigenstart ohne separates Einziehservo oder komplexe Ablaufsteuerung ermöglicht. Der begrenzte Platz für Akku und Elektronik macht Abmessungen des Akkupacks, Verkabelung und Empfängerplatzierung wichtig.
Souveräne Steigleistung mit 3S ermöglicht schnelles Gewinnen von Höhe, bevor wieder in den Gleitflug übergegangen wird. Der Strömungsabriss kann abrupt einsetzen, mit einem deutlichen Abkippen über eine Tragfläche, wenn das Modell zu langsam wird.
Effizientes Segeln ohne Motor mit guter Energieerhaltung für Thermikflug, weite Platzrunden und hangflugähnliches Fliegen. Fliegt lieber mit etwas Fahrt, statt wie ein spezieller Thermiktrainer für Anfänger bei extrem niedriger Geschwindigkeit zu schweben.
Abnehmbare, verstärkte Tragflächen verbinden nützliche strukturelle Unterstützung mit einfacherem Verstauen und Transport. Schwerpunkt und Rudereinstellungen sind wichtig, insbesondere wenn sich die Akkugröße oder die Bordausrüstung ändert.
Schneller, weitgehend klebstofffreier Aufbau erleichtert die Vorbereitung am Flugfeld bei einem Modell mit 1700 mm Spannweite. Die Bodenhandhabung mit dem Einrad ist oberflächenabhängig, besonders auf langem, unebenem oder stark bremsendem Gras.
Großer Flugbereich für motorisiertes Segeln, Thermiksuche, Hangflug und leichten Kunstflug. Die externe Hochdrehzahl-Motorgondel ist unter Last hörbar, und ungewöhnlich starke Vibrationen sollten überprüft und nicht als normal hingenommen werden.

Insgesamt büßt die Cherokee V2 einen Teil des extrem gutmütigen Langsamflugverhaltens eines Schulseglers ein und bietet dafür ein deutlich vielseitigeres und charaktervolleres Flugerlebnis. Ihre besten Eigenschaften zeigt sie, wenn der Pilot den Motor nutzt, um Energie aufzubauen, das Flugzeug mit seiner natürlichen Geschwindigkeit gleiten lässt und Schwerpunkt sowie Strömungsabrissreserve als Teil der Vorbereitung und nicht als nachträgliche Überlegung behandelt.

FAQ: HobbyKing Hall Cherokee V2

Ist die HobbyKing Hall Cherokee V2 für Anfänger geeignet?

Sie eignet sich besser für Piloten mit etwas Erfahrung im Starrflügelflug als für absolute Anfänger. Die Cherokee V2 ist bei korrekter Einstellung gut beherrschbar, aber ihr ausgeprägterer Strömungsabriss, ihre Empfindlichkeit gegenüber dem Schwerpunkt und ihre Vorliebe dafür, etwas Fahrt zu halten, machen sie weniger gutmütig als einen speziellen Schulsegler.

Welchen Akku verwendet die HobbyKing Hall Cherokee V2?

Ein kompakter 2200-mAh-3S-Shorty-LiPo mit XT60 ist der beste Ausgangspunkt für den allgemeinen Einsatz. Die Abmessungen des Akkus sind wichtig, da der Geräteschacht schmal ist und der Akku dennoch ausreichend Platz für die Verkabelung lassen und eine korrekte Schwerpunktlage ermöglichen muss.

Wo liegt der Schwerpunkt der HobbyKing Hall Cherokee V2?

Beginnen Sie mit einem Schwerpunkt von ungefähr 60–65 mm hinter der Nasenkante der Flügelwurzel. Überprüfen Sie die Balance erneut, sobald Akku, Kamera oder andere Bordausrüstung verändert werden, da bereits eine geringfügige Verschiebung nach hinten das Flugzeug spürbar empfindlicher machen kann.

Benötigt die Cherokee V2 einen separaten Kanal zum Einfahren des Motors?

Nein. Die Motorgondel fährt unter dem Motorschub automatisch hoch und klappt bei geschlossenem Gas und durch die auf den Mechanismus wirkende Luftströmung zurück in Richtung Rumpf. Für den normalen Betrieb ist weder ein separates Einziehservo noch ein eigener Einziehkanal erforderlich.

Fährt sich der Motor der Cherokee V2 vollständig in den Rumpf ein?

Nein. Die Gondel legt sich eng entlang des oberen Rumpfs an, um ihre exponierte Fläche zu verringern, aber Motor und Propellereinheit bleiben von außen sichtbar. Es handelt sich um ein flachbauendes einziehbares System und nicht um eine vollständig interne Installation.

Kann die Hall Cherokee V2 Thermik segeln?

Ja. Sobald der Motor abgeschaltet ist, kann die Cherokee V2 Thermik effektiv suchen und nutzen. Sie bevorzugt einen saubereren, etwas schnelleren Gleitflug als ein ultraleichter Thermiktrainer. Daher funktioniert sie am besten, wenn sie etwas Fahrt behalten darf, anstatt nahe am Strömungsabriss geflogen zu werden.

Kann die Cherokee V2 am Hang segeln?

Ja. Ihr Gleitflug ohne Motor und ihre Fähigkeit, Energie zu halten, machen Hangsegeln zu einer naheliegenden zusätzlichen Einsatzmöglichkeit. Der ausfahrbare Motor bietet außerdem eine nützliche Möglichkeit, wieder Höhe zu gewinnen oder bei nachlassendem Aufwind sicher zurückzukehren.

Geht die Cherokee V2 in den Strömungsabriss?

Die Cherokee V2 kann eine Tragfläche recht abrupt abkippen, sobald sie vollständig durch den Strömungsabriss gedrückt wird, doch das macht sie im normalen Flug nicht instabil. Ein korrekter Schwerpunkt, moderate Ruderausschläge und ausreichende Geschwindigkeit in engeren Kurven geben dem Flugzeug deutlich vorhersehbarere Sicherheitsreserven.

Kann ich Spoilerons bei der Cherokee V2 verwenden?

Ja, vorausgesetzt, die linken und rechten Querruder sind mit separaten Empfängerkanälen verbunden und der Sender unterstützt die erforderliche Mischung. Spoilerons sind besonders nützlich, um die Sinkrate zu erhöhen und den Landeanflug zu verkürzen, ohne das Flugzeug zu einer übermäßigen Geschwindigkeitsreduzierung zu zwingen. Beginnen Sie mit kleinen Ausschlägen und testen Sie die Reaktion in sicherer Höhe.

Abschließendes Urteil: Ist die Hall Cherokee V2 den Kauf wert?

Ja – wenn Sie ein motorisiertes Segelflugzeug mit echtem Segelflugcharakter und nicht die einfachstmögliche Trainiererfahrung suchen.

Die größte Stärke der Hall Cherokee V2 liegt darin, dass ihr Antriebssystem das Flugerlebnis unterstützt, statt es zu bestimmen. Die einziehbare Druckpropeller-Gondel bietet bei Bedarf nützliche 3S-Steigleistung und legt sich bei geschlossenem Gas entlang des Rumpfs an, sodass das Flugzeug ohne eine dauerhaft freiliegende Antriebseinheit hoch im Luftstrom wieder ohne Motor segeln kann.

Dadurch bietet die Cherokee einen breiten und ungewöhnlich fesselnden Flugbereich. Sie kann aus eigener Kraft steigen, nach Aufwinden suchen, mit abgeschaltetem Motor effizient im Reiseflug unterwegs sein, am Hang fliegen, bei schnelleren Überflügen Energie mitnehmen und je nach Wunsch Loopings, Rollen und andere leichte Kunstflugmanöver einbauen. Wird sie wie ein Segelflugzeug statt wie ein ständig motorisiertes Sportmodell genutzt, kann sie mit einem bescheidenen 3S-Akku außerdem überraschend lange Flugzeiten erreichen.

Der Kompromiss besteht darin, dass die Cherokee vom Piloten Aufmerksamkeit bei Setup und Energiezustand verlangt. Der empfohlene Schwerpunktbereich ist wichtig, zu große Ruderausschläge können das Flugzeug unnötig scharf wirken lassen, und der Strömungsabriss wird deutlich weniger gutmütig, sobald zu viel Geschwindigkeit verloren geht. Am wohlsten fühlt sie sich, wenn sie sanft geflogen wird und die für ihren Flügel passende Geschwindigkeit beibehalten darf.

Diese ausgewogene Kombination verleiht der Cherokee V2 ihren eigenen Charakter. Sie ist nicht einfach ein Schaumflugzeug mit langen Flügeln und einem daran befestigten Motor. Sie verhält sich in erster Linie wie ein Segelflugzeug, während das einziehbare Antriebssystem bei Bedarf einen bequemen Eigenstart ermöglicht.

Für Piloten, die bereits mit der grundlegenden Steuerung von Starrflüglern vertraut sind und etwas Besonderes als einen herkömmlichen Segler mit Frontmotor suchen, bietet die Cherokee V2 eine überzeugende Kombination aus eigenstartfähigem Antrieb, Segeln ohne Motor, praktischem Transport und leichter Sportflugleistung.

Für passende Akkus und ausgewählte kompakte 3S-Optionen besuchen Sie unsere HobbyKing Hall Cherokee V2 Akku-Kollektion.

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